Politik | Ausland 02.12.2016

Nordkorea übt die Zerstörung von Seoul

Diktator Kim Jong-un leitete das Militärmanöver höchstpersönlich © Bild: APA/AFP/KCNA

Mit einem grenznahen Militärmanöver will Machthaber Kim Jong Un gegenüber Südkorea wieder einmal seine Muskeln spielen lassen.

Als Reaktion auf neue UN-Sanktionen gegen sein Land reagiert Nordkoreas Diktatur Kim Jong-un mit einem militärischen Muskelspiel. Bei einem Manöver an der Grenze zum Nachbarn Südkorea soll die Zerstörung der dortigen Hauptstadt Seoul geübt werden. "Wenn ein Krieg ausbricht, wird ein dermaßen tödlicher Schlag gegen südkoreanische Kräfte ausgeführt, dass wir deren Willen zur Gegenwehr brechen und sie einfach wegfegen", wird der Machthaber in Pjöngjang zitiert. Und weiter: "Nichts und niemand würde überleben."

UNO reagierte auf jüngsten Atomwaffentest

Am Mittwoch hatte der UN-Sicherheitsrat einstimmig eine Resolution angenommen, in der die Kohleexporte Nordkoreas nach China gedeckelt werden. Damit brechen die wichtigen Einnahmen aus diesem Sektor um 62 Prozent ein. Das UN-Gremium reagierte damit auf den jüngsten Atomwaffentest Nordkoreas.

Südkorea: Amtsenthebungsverfahren

In Südkorea will nun die Opposition ein Amtsenthebungsverfahren gegen Präsidentin Park einleiten, der Korruption vorgeworfen wird. Für die dafür notwendige Zweidrittelmehrheit wären aber auch Stimmen der Regierungspartei notwendig.

( kurier.at ) Erstellt am 02.12.2016