Politik | Ausland
13.03.2018

Nordkorea-Konflikt: Japan und Südkorea wollen kooperieren

Es sei "äußerst wichtig", dass Nordkorea "konkrete Schritt unternimmt und seine Worte einhält", sagte Abe.

Japan will zur Lösung des Atomkonflikts auf der koreanischen Halbinsel mit Südkorea und dem gemeinsamen Verbündeten USA zusammenarbeiten. Das sagte Ministerpräsident Sinzo Abe am Dienstag laut Medien bei einer Unterredung mit dem südkoreanischen Geheimdienstchef Suh Hoon. Es sei "äußerst wichtig", dass Nordkorea "konkrete Schritt unternimmt und seine Worte einhält", sagte Abe.

Zuvor hatten sich Suh Hoon und der japanische Außenminister Taro Kono darauf verständigt, weiter "maximalen Druck" auf Nordkorea auszuüben, bis das kommunistische Land konkrete Schritt hin zur Denuklearisierung ergreift. Anlass des Besuches des südkoreanischen Geheimdienstchefs in Japan war, die Regierung in Tokio von den Gesprächen südkoreanischer Emissäre in Pjöngjang und Washington zu unterrichten.

Treffen zwischen Trump und Kim Jong-un

Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hatte nach südkoreanischen Angaben US-Präsident Donald Trump ein Treffen angeboten, bei dem beide Seiten auch über eine Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel sprechen könnten. Trump stimmte während des Besuchs der südkoreanischen Sondergesandten in Washington in der vergangenen Woche dem Angebot überraschend zu.

Die USA gehen nach Regierungsangaben daher auch fest davon aus, dass es zu einem Treffen zwischen Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un kommt. "Das Angebot wurde gemacht und wir haben es akzeptiert", sagte Präsidialamtssprecherin Sarah Sanders am Montag. Die US-Regierung hoffe, dass sich Nordkorea an seine Versprechen halten werde.

US-Außenminister Rex Tillerson sprach sich dafür aus, das Treffen an einem neutralen Ort abzuhalten. Eine südkoreanische Delegation hatte nach einem Nordkorea-Besuch erklärt, Kim habe den Wunsch geäußert, Trump zu treffen. Die Führung in Pjöngjang selbst hat sich bisher nicht offiziell zu dem Gipfel geäußert.