Politik | Ausland
29.08.2017

Nordkorea dreht weiter an der Eskalationsschraube

Machthaber Kim will sich mit Raketentests Zeichen des Respekts der USA erwerben. Trump zu Nordkorea: "Alle Optionen sind auf dem Tisch".

Auch schärfere UNO-Sanktionen wirken sich nicht auf Nordkoreas Raketenprogramm aus - das Land macht unbeeindruckt weiter. Der jüngste Test scheint sich hauptsächlich gegen die USA zu richten.

Die Verschnaufpause war nur von kurzer Dauer. Der jüngste nordkoreanische Test einer weitreichenden Rakete, die am Dienstag über Japan flog, hat den zart aufkeimenden Hoffnungen auf eine Entspannung in der Region einen herben Dämpfer versetzt. Zugleich ist der neuerliche Raketentest ein Schlag ins Gesicht von US-Präsident Donald Trump.

Er hatte sich noch vor wenigen Tagen zuversichtlich geäußert, der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un beginne, "uns gegenüber Respekt zu zollen". US-Außenminister Rex Tillerson hatte anerkennend gesagt, Nordkorea habe seit der Verhängung neuer Sanktionen des UNO-Sicherheitsrats in diesem Monat wegen der Interkontinentalraketentests (ICBM) des Landes "keine weiteren Provokationen" mehr unternommen.

"Wendepunkt"

War das alles Zweckoptimismus? China sieht inzwischen einen "Wendepunkt" in dem Konflikt auf der koreanischen Halbinsel erreicht. "Druck, Sanktionen und Drohen" hätten nicht geholfen, die Probleme zu lösen, sagte eine Sprecherin des Pekinger Außenministeriums. Nur mit einer Rückkehr an den Verhandlungstisch könne man die Situation entspannen.

Vor dem neuerlichen Manöver hatten sich Washington und Pjöngjang, das den USA eine feindselige Politik unterstellt, bereits gegenseitig mit scharfen Drohungen überzogen. Trump drohte der kommunistischen Führung in Pjöngjang "mit Feuer und Zorn". Kim drohte zwischenzeitlich, vier Mittelstreckenraketen in die Gewässer um die für die USA strategisch wichtige Pazifikinsel Guam abzufeuern.

Experten: Zeitpunkt des Raketentests bewusst gewählt

Kim Jong-un scheint sich jedenfalls auf ein langes Kräftemessen mit Trump einzurichten. Der Zeitpunkt des jüngsten Raketentests ist nach Einschätzung von Experten bewusst gewählt. "Das nordkoreanische Regime hat einen scharfen Sinn dafür, wie es mit seinem beschleunigten Raketentestprogramm maximale Wirkung erzielt", schreibt der Direktor beim Informationsdienst IHS Jane's, Paul Burton. Absicht des Tests einer mutmaßlichen Mittelstreckenrakete des Typs Hwasong-12 sei es wohl gewesen, "bei Washington und seinen Verbündeten mehr Achtung zu erlangen, ohne zu sehr zu provozieren".

Der südkoreanische Generalstab gab an, dass Nordkorea heuer trotz Verboten durch UNO-Resolutionen bereits 13 Tests mit ballistischen Raketen einschließlich der beiden ICBMs im Juli durchgeführt habe. Am Wochenende hatte Nordkorea den Test von drei Kurzstreckenraketen folgen lassen, auf die die USA und Südkorea jedoch noch vergleichsweise gelassen reagiert hatten.

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Jetzt signalisiert Nordkorea mit dem jüngsten Test nach Meinung von Beobachtern zweierlei: Dass das Land nicht im Konflikt um sein Atom- und Raketenprogramm einlenken will - und dass es jederzeit imstande ist, die US-Pazifikinsel Guam mit seinen Raketen zu erreichen.

Die Rakete am Dienstag legte nach südkoreanischen Angaben auf dem Weg über Japan eine Strecke von 2.700 Kilometern zurück, bevor sie in den Pazifischen Ozean niederging. Die Distanz zwischen Pjöngjang und Guam in die andere Richtung beträgt etwa 3.000 Kilometer.

Der frühere japanische Vize-Admiral Yoji Koda glaubt, Kim habe die USA provozieren wollen. Trotzdem wolle Pjöngjang den Streit mit Trump offenbar nicht auf die Spitze treiben, sagte er der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo. Wäre die Rakete nahe von Guam niedergegangen, wäre die Reaktion "heftig" ausgefallen, urteilte er.

"Beispiellos ernste und schwerwiegende Bedrohung"

Die Regierung in Tokio sprach von einer "beispiellos ernsten und schwerwiegenden Bedrohung" für die Sicherheit des eigenen Landes. Zum ersten Mal flog eine ballistische Rakete Nordkoreas über japanisches Territorium. Bei dem Raketentyp handelt es sich in der Regel um Boden-Boden-Raketen, die einen konventionellen, chemischen, biologischen oder atomaren Sprengkopf ins Ziel befördern können.

1998 hatte Nordkorea eine Satellitenrakete abgefeuert, von der Teile über Japan hinweggeflogen waren. Dies hatte Japan damals zum Anlass genommen, den Bau von Spionagesatelliten zu beschließen. Inzwischen hat Japan mehrere solcher Satelliten im All platziert. Auch 2009 flog eine Rakete über Japan hinweg - Nordkorea sprach wiederholt von einer Weltraumrakete.

Durch den jetzigen Raketenabschuss dürfte sich auch der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe in seiner Haltung bestätigt sehen - zumal das Manöver unangekündigt erfolgt sein soll. Abe will seit langem die pazifistische Nachkriegsverfassung ändern, um die japanischen "Selbstverteidigungskräfte" rechtlich zu legitimieren. Die Regierung diskutierte in den vergangenen Monaten zudem laut über Pläne für eine mögliche Evakuierung von Japanern aus Südkorea. Kritiker sprachen indes von Panikmache: Abe wolle Angst in der Bevölkerung schüren, um seine politischen Ziele durchzusetzen.

Trump zu Nordkorea: "Alle Optionen sind auf dem Tisch"

US-Präsident Donald Trump hat den jüngsten Raketentest Nordkoreas scharf verurteilt und das Regime in Pjöngjang gewarnt. "Die Welt hat Nordkoreas jüngste Nachricht laut und deutlich gehört: Dieses Regime hat seine Verachtung für seine Nachbarn, für alle Mitglieder der Vereinten Nationen und für einen Mindeststandard an akzeptablem Verhalten signalisiert", sagte Trump am Dienstag in Washington.

Solch "bedrohende" Aktionen erhöhten nur die Isolation Nordkoreas. "Alle Optionen sind auf dem Tisch", fügte er hinzu. Das Militär des diplomatisch isolierten Landes hatte am Dienstag in der Früh (Ortszeit) gewohnt unbeeindruckt von allen internationalen Sanktionen eine Rakete von großer Reichweite über Japan hinweg in Richtung offenes Meer abgefeuert.

EU verurteilte nordkoreanischen Raketentest

Die Europäische Union hat den jüngsten nordkoreanischen Raketentest scharf verurteilt und die Bereitschaft zu weiteren Sanktionen angekündigt. Es werde davon ausgegangen, dass die über die japanische Insel Hokkaido geflogene ballistische Rakete eine Waffe gewesen sei, teilte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini am Dienstag mit.

Die EU werde in enger Abstimmung mit den internationalen Partnern eine "angemessene Reaktion" in Aussicht nehmen. Dem japanischen Volk sicherte Mogherini angesichts der "unmittelbaren Bedrohung" volle Unterstützung zu. Das Vorgehen Nordkoreas stelle einen offenen Verstoß gegen internationale Verpflichtungen und eine ernste Gefahr für den Weltfrieden dar, kommentierte sie.

Der französische Präsident Emmanuel Macron sprach sich in Reaktion auf den Raketentest für eine "unnachgiebige Politik" gegenüber Nordkorea aus. Die Anführer aus Pjöngjang hätten ein weiteres Mal ihre "Verantwortungslosigkeit" bewiesen, sagte Macron am Dienstag in einer außenpolitischen Grundsatzrede in Paris. Frankreich halte sich bereit für neue Initiativen, um eine Eskalation zu vermeiden und Nordkorea zurück an den Verhandlungstisch zu bringen.

Von der Scud-Rakete bis hin zum Atomwaffentest

70er Jahre

Nordkorea entwickelt eine Variante der sowjetischen Scud-B-Rakete mit einer Reichweite von rund 300 Kilometern.

80er Jahre

Nach einem ersten Raketentest 1984 wird das Programm ausgeweitet. Schließlich verfügt Nordkorea über Taepodong-2-Raketen mit einer Reichweite von mehreren tausend Kilometern.

Moratorium von 1999 und dessen Ende 2005

Im September 1999 erklärt Nordkorea vor dem Hintergrund besserer Beziehungen zu den USA eine Aussetzung der Tests von Langstreckenraketen. Gespräche zwischen Washington und Pjöngjang scheitern an der nordkoreanischen Forderung von jährlich einer Milliarde Dollar als Ausgleich für einen Verzicht auf den Raketenexport. Im März 2005 beendet Nordkorea das Moratorium.

Erster Atomwaffentest 2006

Im Juli 2006 feuert Nordkorea insgesamt neun Raketen ab, darunter eine Taepodong-2-Langstreckenrakete, die nach 40 Sekunden explodiert. Am 9. Oktober 2006 unternimmt Pjöngjang nach eigenen Angaben unterirdisch den ersten Atombombentest.

Raketenstarts mit Satelliten 2009 und 2012

Am 5. April 2009 startet Nordkorea eine Rakete, die Japan überquert und im Pazifik landet. Nach Darstellung Pjöngjangs ging es um den Versuch, einen Satelliten im All auszusetzen. Die USA, Südkorea und Japan sprechen hingegen von einem verdeckten Taepodong-2-Test. Am 12. Dezember 2012 setzt eine nordkoreanische Rakete einen Satelliten im All aus.

Raketenstart von einem U-Boot 2016

Am 6. Jänner 2016 nimmt Pjöngjang seinen vierten unterirdischen Atomwaffentest vor. Pjöngjang spricht von einer Wasserstoffbombe, Experten bezweifeln dies. Zudem feuert Nordkorea im Frühling und im Sommer U-Boot-gestützte Raketen ab. Am 8. Juli kündigen Washington und Seoul an, das Raketenabwehrsystem THAAD gemeinsam in Südkorea aufzubauen. Am 9. September 2016 unternimmt Nordkorea seinen fünften Atomwaffentest.

Konfrontation mit US-Präsident Trump 2017

Am 6. März 2017 feuert Nordkorea bei einer Militärübung für Angriffe auf US-Stützpunkte in Japan Raketen ab, die im Meer landen. Einen Tag später beginnen die USA mit dem Aufbau des Raketenabwehrsystems THAAD in Südkorea, der inzwischen von Seoul gestoppt wurde. Im April und Mai folgen weitere nordkoreanische Raketentests.

Am 4. Juli, dem US-Unabhängigkeitstag, testet Nordkorea eine weitere Rakete. Pjöngjang spricht vom ersten erfolgreichen Test einer Interkontinentalrakete des Typs Hwasong-14. Experten gehen davon aus, dass sie eine potenzielle Reichweite von 6700 Kilometern hat und damit theoretisch US-Gebiet erreichen könnte.

Am 28. Juli feuert Nordkorea nach einem US-Sanktionsbeschluss zum zweiten Mal eine Interkontinentalrakete ab. Kim Jong-un brüstet sich, diese könne das "gesamte US-Festland" erreichen.

Am 2. August feuern die USA ihrerseits eine Interkontinentalrakete des Typs Minuteman III ab, die nach rund 6.700 Kilometern in den Südpazifik stürzt.

Am 8. August droht Trump Pjöngjang mit "Feuer und Wut" und damit mit einem Militäreinsatz. Nordkorea droht daraufhin mit einem Raketenangriff nahe der US-Pazifikinsel Guam. Dort sind auf mehreren Militärstützpunkten tausende US-Soldaten stationiert.

Am 26. August feuert Nordkorea drei Kurzstreckenraketen ab. Der US-Armee zufolge stürzen sie vor der Ostküste Nordkoreas ins Meer und stellen keine Gefahr für das nordamerikanische Festland und Guam dar.

Am 29. August fliegt eine nordkoreanische Rakete über Japan hinweg - und damit laut Seoul 2.700 Kilometer weit und 550 Kilometer hoch. Der Regierung in Tokio zufolge stürzt das Geschoß mehr als tausend Kilometer östlich der japanischen Insel Hokkaido in den Pazifischen Ozean.

Nordkorea schoss Rakete über Japan hinweg - Russland "extrem besorgt"

Der Konflikt um das nordkoreanische Raketen- und Atomprogramm spitzt sich weiter zu: Unbeeindruckt von allen Sanktionen feuerte das Militär des diplomatisch isolierten Landes unangekündigt eine Rakete von großer Reichweite über Japan hinweg in Richtung offenes Meer ab.

Die Regierung in Tokio forderte nach dem Abschuss die Einberufung des UNO-Sicherheitsrates. Das chinesische Außenministeriums warnte, in dem Konflikt auf der koreanischen Halbinsel sei ein "Wendepunkt" erreicht. "Druck und Sanktionen" gegen Pjöngjang könnten den Konflikt "nicht grundlegend lösen". Die bestehenden UNO-Resolutionen gegen Nordkorea forderten auch die Schaffung von Bedingungen für neue Verhandlungen.

Die ballistische Rakete sei in einem Gebiet nahe der Hauptstadt Pjöngjang gestartet und etwa 2.700 Kilometer weit geflogen, teilte der Generalstab der südkoreanischen Armee mit. Dabei habe sie eine Höhe von 550 Kilometern erreicht, bevor sie in den Pazifischen Ozean niedergegangen sei. Es könne sich um eine Mittelstreckenrakete gehandelt haben, sagte ein Sprecher.

Das US-Verteidigungsministerium, das den Test ebenfalls bestätigte, schloss dagegen nicht aus, dass es eine Interkontinentalrakete (ICBM) gewesen sein könnte. Nordkorea hatte mit den Test von zwei ICBMs im Juli weltweit Empörung ausgelöst.

Ein Regierungssprecher in Tokio sprach von einer "beispiellos ernsten und schweren Bedrohung". Während Japan und seine Schutzmacht USA den Druck auf Pjöngjang nun weiter erhöhen wollen, demonstrierte Südkorea militärische Stärke.

Der jüngste Raketentest Nordkoreas wurde in Südkorea auch als Warnsignal gewertet, trotz zunehmenden Drucks durch die USA nicht einlenken zu wollen. Der Test erfolgte während laufender Militärübungen der USA mit Südkorea. Nordkorea unterstellt den USA regelmäßig, mit solchen Manövern einen Angriff vorzubereiten. Das bestreiten die USA und Südkorea.

Nach Berichten südkoreanischer Medien wollte sich der UN-Sicherheitsrat in New York auf Antrag der USA, Japans und Südkoreas noch am Dienstag mit dem jüngsten nordkoreanischen Raketentest befassen. Nach den beiden ICBM-Tests hatte das höchste UN-Gremium die bisher schwersten Wirtschaftssanktionen gegen Pjöngjang verhängt. Am vergangenen Samstag hatte Nordkoreas Militär drei Kurzstreckenraketen ins Japanische Meer (koreanisch: Ostmeer) geschossen. Eine der Raketen explodierte bei dem Test nach Angaben des US-Militärs bereits kurz nach dem Abheben.

Mit dem jüngsten Test erreicht der Konflikt mit Nordkorea eine neue Eskalationsstufe. Es war nicht das erste Mal, dass eine Rakete Nordkoreas über Japan hinwegflog. Es sei aber das erste Mal, dass das unangekündigt erfolgt sei, meldete der japanische Sender NHK.

Der Test werde derzeit noch ausgewertet, teilte Pentagon-Sprecher Robert Manning in Washington mit. Man sei aber bereits zu der Einschätzung gekommen, dass die Rakete keine Bedrohung für die USA dargestellt habe. Nach Berichten von NHK stürzten Teile des Flugkörpers etwa 1.180 Kilometer östlich der nördlichsten Hauptinsel Hokkaido ins Meer. Japan habe jedoch keine Abwehrrakete gestartet, hieß es unter Berufung auf das Militär.

In Südkorea wies Präsident Moon Jae-in die Streitkräfte an, ihre Kampfkraft zu demonstrieren. Vier F15K-Kampfjets ließen daraufhin nach Angaben eines Sprechers auf einen Schießplatz in der Nähe der innerkoreanischen Grenze Bomben fallen. Bei der Übung sei die nordkoreanische Führung als simuliertes Ziel ausgegeben worden, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap. Washington und Seoul würden außerdem darüber nachdenken, "strategische" Verteidigungswaffen nach Südkorea zu verlegen. Einzelheiten wurden zunächst nicht genannt.

Der Nationale Sicherheitsrat Südkoreas verurteilte den Raketentest durch Nordkorea als Verletzung von UNO-Resolutionen. Diese verbieten dem Land Tests mit ballistischen Raketen. Das sind in der Regel Boden-Boden-Raketen, die je nach Bauart einen konventionellen, chemischen, biologischen oder atomaren Sprengkopf tragen können. Nordkorea arbeitet an Raketen, die einen Atomsprengkopf bis in die USA tragen können.

Auch Russland zeigte sich "extrem besorgt". Die Lage habe die "Tendenz zur Eskalation", sagte Vize-Außenminister Sergej Riabkow am Dienstag laut der staatlichen Nachrichtenagentur Ria Novosti. Riabkow machte auch die jüngsten umfangreichen Militärübungen Südkoreas und der USA auf der koreanischen Halbinsel für die Lage verantwortlich. Die Manöver hätten "eine Rolle dabei gespielt, Pjöngjang zu einem neuen Abschuss" einer Rakete zu veranlassen. Der Vorsitzende des außenpolitischen Ausschusses im russischen Föderationsrat, Konstantin Kossatschew, erklärte, der Raketentest zeige, dass Nordkorea nicht bluffe mit seiner Drohung, die US-Insel Guam ins Visier zu nehmen.

Der Nordkorea-Konflikt heizt sich seit Monaten auf. US-Präsident Donald Trump hatte Pjöngjang mit "Feuer und Zorn" gedroht, was angesichts der atomaren Bewaffnung beider Länder für Unruhe sorgte. Nordkorea drohte zeitweise damit, Raketen in die Gewässer um Guam abzufeuern. Einige Experten gehen davon aus, dass Nordkorea mit den Raketentests die USA an den Verhandlungstisch zwingen wolle. Nordkorea glaube, dass der Weg zum Dialog frei werde, wenn es seine Fähigkeiten demonstriere, sagte Professor Masao Okonogi von der japanischen Keio Universität. "Der Rest der Welt versteht diese Logik aber nicht und das macht die Sache nicht leicht", sagte er.

An den asiatischen und europäischen Börsen reagierten Anleger nervös. Aktien wurden verkauft, als sicher geltende Anlagen wie Gold und der Schweizer Franken waren dagegen gefragt.