Politik | Ausland
11.09.2017

Neue Botschafter: Berlin, Brüssel, Moskau

Diplomaten-Rochade: Wichtige Posten werden vergeben.

Noch vor der Nationalratswahl soll eine Botschafter-Rochade formal beschlossen werden, intern ist die Besetzung wichtiger Botschafterposten dem Vernehmen nach akkordiert: Nach dem Mitte August erfolgten Wechsel von Botschafter Nikolaus Marschik von Berlin an die EU-Vertretung in Brüssel, wird Peter Huber der neue österreichische Botschafter in der deutschen Hauptstadt. Berlin gilt – neben Brüssel – als einer der wichtigsten Diplomatenposten, den Österreich zu vergeben hat. Huber ist seit 2014 in Madrid stationiert, er gilt als enger Vertrauter von ÖVP-Chef und Außenminister Sebastian Kurz. Hinter vorgehaltener Hand heißt es in einflussreichen Diplomatenkreisen, dass man "zu Merkel keinen Roten schicken kann". Lange wurde Rom-Botschafter René Pollitzer als Favorit gehandelt, er wird der SPÖ zugeordnet. Den Posten in Madrid bekommt der Kabinettschef von Kurz, Christian Ebner. Er wurde dafür bereits im März nominiert. In dem Botschafterradl ist eine Frau: Elisabeth Kornfeind. Sie tritt die Nachfolge von Jürgen Meindl an, der seit Juli Leiter der Kunst- und Kultursektion im Bundeskanzleramt ist. Die Diplomatin wird für bilaterale Beziehungen zwischen Österreich und Belgien sowie für die NATO zuständig sein. Österreich ist neutral, aber Mitglied des NATO-Programmes "Partnership for Peace". Österreichs oberster Repräsentant in der Russischen Föderation wird Johannes Eigner. Er ist derzeit noch Botschafter in Belgrad. Moskau ist seit dem Sommer vakant, Botschafter Emil Brix Direktor ist seit August Direktor der Diplomatischen Akademie in Wien. Neuer Botschafter in Belgrad wird Nikolaus Lutterotti, der bisherige außenpolitische Berater von Kurz.

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