Bundesheer-Einsatzübung des Jagdkommandos zur EU-Mission "Sophia".

© APA/HERBERT PFARRHOFER

Sophia
10/26/2016

NATO unterstützt EU bei Libyen-Einsatz

NATO-Schiffe sollen Logistik und Aufklärung vor der libyschen Küste unterstützen.

Die NATO wird künftig die EU-Marineoperation "Sophia" vor der libyschen Küste unterstützen. Nach Angaben aus Bündniskreisen sagten die Verteidigungsminister am Mittwochabend zu, Logistik- und Aufklärungskapazitäten zur Verfügung zu stellen. So könnten NATO-Schiffe zum Beispiel Radarbilder übermitteln oder die Versorgung des EU-Verbandes mit frischem Treibstoff sicherstellen.

Als Einsatz gegen Schlepper gestartet

Die EU-Marineoperation "Sophia" wurde im vergangenen Jahr als Einsatz gegen Schlepper gestartet, hat mittlerweile aber auch die Erlaubnis zur Bekämpfung des Waffenschmuggels in Richtung Libyen. Zudem beinhaltet sie ein Ausbildungsprogramm für libysche Küstenschutzkräfte. Dieses wird wegen der Sicherheitslage in Libyen nicht an Land, sondern auf hoher See durchgeführt.

Die EU-Staaten erhoffen sich von der Operation "Sophia" unter anderem einen deutlichen Rückgang der unkontrollierten Migration von Libyen aus, was bisher aber so nicht eintraf. Als Folge des Bürgerkriegs gibt es in dem nordafrikanischen Land derzeit keinen funktionierenden Grenzschutz. In den ersten neun Monaten dieses Jahres kamen schon mehr als 132.000 Menschen über die zentrale Mittelmeerroute illegal nach Europa.

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