Außenminister Sebastian Kurz

© APA/EPA/OLIVIER HOSLET

Nahost
04/21/2014

Kurz in Israel eingetroffen

Österreichs Außenminister will sich ein Bild vom Stand der Friedensbemühungen machen.

Außenminister Sebastian Kurz von der ÖVP ist in Israel und den palästinensischen Autonomiegebiete eingetroffen. Kurz will dort mit Spitzenpolitikern und religiösen Autoritäten zusammentreffen. Mit seinem Besuch in Israel will er die "historische Verantwortung" Österreichs gegenüber dem jüdischen Staat unterstreichen, aber auch Religions- und Wertefragen ansprechen. Der Außenminister will sich zudem ein Bild der Lage im Nahen Osten und vom Stand der Friedensbemühungen machen.

Ein weiteres Thema wird der Iran sein, in den der Außenminister Ende April reisen wird. Israel fühlt sich ungeachtet der laufenden Verhandlungen über das iranische Atomprogramm von Teheran bedroht und verdächtigt die Islamische Republik, nach Atomwaffen zu streben.

Wie bei jeder Auslandsreise will Kurz auch bei seinem Besuch im Nahen Osten einen besonderen Schwerpunkt auf Religions- und Werte-Fragen setzen. Vor dem Hintergrund wachsender religiöser Konflikte in der Welt will der Außenminister auf die religiöse Dialogkultur in Österreich hinweisen. Kurz wird mit Ober-Rabbiner David Baruch Lau und Großmufti Muhammad Hussein zusammentreffen.

Besuch bei der Klagemauer

Zum Auftakt seines Besuchs am Montag wollte Kurz auch die Jerusalemer Altstadt mit der Klagemauer besichtigen und an einem Empfang im Österreichischen Hospiz teilnehmen, zu dem auch österreichische Gedenkdiener erwartet werden.

Am Dienstag sind ein Besuch und eine Kranzniederlegung in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem geplant. Anschließend wird Kurz mit dem israelischen Außenminister Avigdor Lieberman und der Nahost-Chefverhandlerin Tzipi Livni zusammentreffen. Am späteren Nachmittag wird Kurz vom israelischen Staatspräsidenten Shimon Peres in dessen Amtssitz empfangen.

Am Mittwoch steht ein Treffen mit dem Vorstand des Zentralkomitees der Juden aus Österreich in Israel auf dem Programm. Danach ist ein Besuch in Ramallah, wo Kurz den palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas (Abu Mazen), Außenminister Riyad al-Maliki und Chefverhandler Saeb Erekat treffen wird.

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