Hohes Polizeiaufgebot nach der Schie0erei bei Montrouge.

© Reuters/CHARLES PLATIAU

Terror-Akt
01/08/2015

Wieder Schüsse in Paris: Polizistin tot

Ein Mann eröffnete Feuer, eine Beamtin verstarb. Zudem wurden mehrere Attacken auf Moscheen gemeldet.

Einen Tag nach dem Anschlag auf die Satirezeitung Charlie Hebdo in Paris hat ein Mann am südlichen Stadtrand mit einem Maschinengewehr das Feuer auf Polizisten eröffnet. Eine Polizistin soll laut der Zeitung Figaro verstorben sein, ein Mitarbeiter der Stadtreinigung wurde lebensgefährlich verletzt, hieß es am Donnerstag aus Polizeikreisen. Der 52-jährige Angreifer konnte demnach festgenommen werden, die Tat wurde offiziell als terroristischer Akt bezeichnet.

Der Hintergrund der Schießerei nahe Montrouge war zunächst unklar, doch verließ Innenminister Bernard Cazeneuve überstürzt eine Krisensitzung im Elysee-Palast zum Anschlag aufCharlie Hebdo(mehr zum Anschlag und den bisherigen Festnahmen lesen Sie hier). Aus Ermittlerkreisen hieß es, es gebe derzeit keinen "eindeutigen Zusammenhang" mit der Attacke aufCharlie Hebdoam Mittwoch. Ministerpräsident Manuel Valls hat das Ereignis lautLe Mondeaber als "besonders schwerwiegend" beschrieben.

In den Rücken geschossen

Die Schießerei ereignete sich in der Nähe der Porte de Chatillon im Süden von Paris. Ein Mann mit einer schusssicheren Weste und einem Schnellfeuergewehr habe um 08:19 Uhr das Feuer auf Polizisten eröffnet, die zu einem Unfall gerufen worden waren, teilte die Polizei mit. Demnach schoss der Mann von hinten auf die Rücken der Polizisten.

Bei einem Kebab-Stand nahe einer Moschee von Villefranche-sur-Saône ist es zudem zu einer Explosion gekommen. Verletzt wurde bei dem Vorfall vom Donnerstag nach Angaben aus Justizkreisen niemand. Ob die Explosion im Zusammenhang mit dem Anschlag vom Mittwoch auf Charlie Hebdo steht, war zunächst unklar. Wie AFP berichtet, soll dies nicht der einzige Vorfall gewesen sein - seit dem Anschlag auf Charlie Hebdo sei es vermehrt zu Attacken auf Moscheen gekommen; ein muslimischer Gebetsraum im südfranzösischen Port-la-Nouvelle ist etwa in der Nacht beschossen worden, teilte am Donnerstag die Staatsanwaltschaft mit.

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