Politik | Ausland
03.11.2017

Nach Anschlag: Trump droht IS mit Vergeltung

Jihadisten reklamierten Anschlag von New York für sich.

Nach dem Attentat von New York hat US-Präsident Donald Trump der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) mit Vergeltung gedroht. Für jeden Angriff auf die Vereinigten Staaten werde die Miliz einen "großen Preis bezahlen", schrieb Trump am Freitag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Schon in den vergangenen beiden Tagen habe das US-Militär den IS "viel härter" attackiert.

Die Miliz hatte zuvor den Anschlag für sich reklamiert. Der aus Usbekistan stammende Täter sei einer ihrer "Soldaten", hieß es nach Angaben des auf die Überwachung islamistischer Websites spezialisierten US-Unternehmens Site in einem Beitrag der IS-Zeitung Al-Naba. "Einer der Soldaten des Islamischen Staats hat eine Anzahl Kreuzfahrer auf einer Straße in New York City angegriffen", erklärte demnach die IS-Publikation.

Täter zeigte keine Reue

Der 29-jährige Sayfullo Saipov hatte am Dienstag mit einem Kleintransporter im Stadtteil Manhattan acht Menschen getötet und zwölf weitere verletzt. Ein Polizist streckte ihn schließlich mit einem Bauchschuss nieder.

Nach Ermittlerangaben zeigte Saipov bei einer ersten Vernehmung keine Reue und forderte sogar, eine IS-Fahne in seinem Krankenhauszimmer aufzuhängen. Der Usbeke, der seit 2010 in den USA lebte, wurde am Mittwoch formell der Unterstützung einer ausländischen Terrororganisation und des gefährlichen Missbrauchs von Fahrzeugen beschuldigt.

Poller in New York

In New York will die Stadtverwaltung den Fußgänger- und Fahrradweg, auf dem der Attentäter acht Menschen überfuhr und tötete, mit Hunderten Betonabsperrungen sichern. Das Aufstellen der Barrieren habe bereits begonnen, berichtete die New York Times am Freitag unter Berufung auf einen Sprecher von Bürgermeister Bill de Blasio.

Die Barrieren sollen an 57 Kreuzungen des Fußgänger- und Fahrradweges an der Westseite Manhattans zwischen der Südspitze und der 59th Street aufgestellt werden.