APA13524332-2 - 03072013 - SCHWECHAT - ÖSTERREICH: ZU APA 012 AI - (v.l.) Der bolivische Präsident Evo Morales und BP Heinz Fischer am Mittwoch, 3. Juli 2013, während eines Pressestatements im General Aviation Center am Flughafen Wien-Schwechat. Das Flugzeug des bolivischen Präsidenten Morales ist wegen des Verdachts zu einer Zwischenlandung in Österreich gezwungen worden, den ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden an Bord zu haben. Snowden befand sich allerdings nicht an Bord. APA-FOTO: HELMUT FOHRINGER

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Nach Wien-Aufenthalt
07/14/2013

Morales dankt Fischer für "Lebensrettung"

Bolivianischer Präsident dankbar: "Was wäre passiert, wenn Wien die Landung nicht erlaubt hätte!"

Eineinhalb Wochen nach seinem ungeplanten Zwischenstopp in Wien hat der bolivianische Präsident Evo Morales seinem österreichischen Amtskollegen Heinz Fischer dafür gedankt, dass er ihm sein "Leben gerettet" habe. "Was wäre passiert, wenn Wien die Landung nicht erlaubt hätte!" sagte Morales am Freitag (Ortszeit) nach Angaben der bolivianischen Nachrichtenagentur ABI beim Mercosur-Gipfel in Montevideo.

"Vielen Dank dafür, dass Sie das Leben von Evo gerettet haben", sagte Morales vor seinen südamerikanischen Amtskollegen an Fischer gerichtet. Die Tragweite des Vorfalls sei ihm erst später bewusst geworden, sagte der linksgerichtete bolivianische Politiker beim Gipfel des südamerikanischen Staatenbundes. "Zwei oder drei Tage danach erschreckte ich mich", räumte der Präsident ein.

Scharfe Kritik

Immerhin sei es ihm aber besser ergangen als seinen Vorfahren bei der Eroberung des amerikanischen Kontinents durch die Europäer, sagte der indigene Politiker. "Meine Vorfahren sollten ausgerottet werden. (Also) bin ich nicht verärgert und nachtragend", sagte er ironisch.

In seiner 20-minütigen Rede übte Morales scharfe Kritik an den europäischen Staaten, die seinem Flugzeug den Überflug verweigert hatten. Sie seien nicht einmal bereit zu sagen, woher sie die Information bekommen hätten, dass sich der US-Geheimdienstspezialist Edward Snowden an Bord befinde. Den USA warf Morales vor, den E-Mail-Verkehr von Regierungen rund um den Erdball zu kontrollieren.

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