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Politik Ausland
09/27/2012

Mitt Romney: 20 ungewöhnliche Fakten

Der republikanische Präsidentschaftskandidat im KURIER-Check: 20 bekannte und nicht so bekannte Kuriositäten aus Mitt Romneys Leben.

Wieviele Enkelkinder hat Mitt Romney? Was denkt er über die Occupy-Bewegung? Und wie hört es sich an, wenn der republikanische Kandidat singt? Der KURIER präsentiert 20 ungewöhnliche Fakten über Mitt Romney.

1. Zur Biografie: Am 12. März 1947 wurde Willard Mitt Romney als Sohn von George Romney geboren. Der Vater stammte aus einfachen Verhältnissen und arbeitete sich bis in die Chefetage von American Motors hoch. Später wurde er zum Gouverneur von Michigan gewählt und Kabinettsmitglied in der Regierung von Richard Nixon.

2. Wirtschaft und Politik hat Romney demnach von klein auf gelernt (im Bild als Baby mit Vater George). Er studierte zunächst in Utah, dann an der Eliteuniversität Harvard und ging für zwei Jahre als Missionar nach Frankreich. In Europa überlebte Romney einen schweren Autounfall und entging dem Dienst im Vietnam-Krieg.

3. Obwohl Mormone war das Lieblingsbuch des Präsidentschaftskandidaten lange Zeit der Scientology-Klassiker "Battlefield Earth" (im Bild eine Szene aus der Verfilmung mit John Travolta). Aus offensichtlichen Gründen hat Romney nun aber ein neues Lieblingsbuch: Mark Twains "Huckleberry Finn".

4. Mitt Romney ist übrigens der erste Mormone, der für die Republikaner antritt. Bisher waren es ausschließlich Protestanten.

5. Protestbewegungen sieht Mitt Romney offenbar wenig positiv: So betitelte er die Occupy Wallstreet-Bewegung als "gefährlich". Laut Washington Post soll er außerdem einen Demonstranten aufgefordert haben: "Geh zurück nach Russland!".

6. Dabei belegt dieses Foto aus dem Jahr 1966, dass Romney (ganz rechts) als 19-jähriger Student durchaus Protestwillen zeigte. Hier ging es um die Streitfrage des Einrückens in den Vietnam-Krieg: Romney protestierte gegen "Kriegsverweigerer". Er selbst ließ sich aber viermal vom Militärdienst freistellen.

7. Seit 1969 ist Romney mit Ann Lois Davies verheiratet, die er schon aus Kindertagen kennt. Das Paar hat fünf erwachsene Söhne.

8. Diese Söhne haben wiederum Kinder, was die Romneys zu stolzen 16-fachen Großeltern macht (im Bild mit den Enkeln Nash, Wyatt und Gracie).

9. 1983 setzte Romney seinen Hund Seamus aufgrund Platzmangels nicht ins Innere seines Autos, sondern aufs Dach. Der Vierbeiner ertrug die Fahrt so schlecht, dass er sich übergeben musste (mehr dazu hier).

10. Mitt Romney kann nicht singen. Das wäre ja weiter nicht schlimm, wenn er es nicht öffentlich versuchen würde - siehe und höre hier.

11. Romney wollte bereits 2008 als Präsidentschaftskandidat für die Republikaner antreten. Er hatte 44 Millionen US-Dollar aus Spendengeldern im Gepäck, überließ aber nach einem Jahr seinem Konkurrenten John McCain das Feld.

12. Laut Time Magazine hat Mitt Romney in seiner Zeit als Investor bei Bain Capital abgelehnt in Tabakfirmen oder Waffenhersteller zu investieren.

13. Romney meinte einmal, dass Osama Bin Laden zu schnappen "bedeutungslos" und es nicht der Rede wert sei dafür "Himmel und Erde in Bewegung zu setzen".

14. "Ich mag es, wenn ich Menschen feuern kann, die mir Dienste leisten", hat Mitt Romney einmal in einer Wahlveranstaltung gesagt. Er meinte damit zwar, dass er gerne die Versicherung wechselt, wenn deren Leistung nicht stimmt. Solche erklärenden Feinheiten erreichen im medial überhitzten Amerika aber kaum die Hauptnachrichtensendungen.

15. Romney dürfte den Unterschied zwischen Sikh und Sheikh nicht so genau kennen: Ausgerechnet in einer Beileidsbekundung nach der Schießerei in einem Sikh-Tempel leistete er sich einen Patzer. Der Republikaner verwechselte das Wort "Sikh" mit "Sheikh" (Scheich). Im Englischen werden beide Wörter ähnlich ausgesprochen.

16. Ein weiterer Romney-Schnitzer: Bei einer Rede im Detroit Economic Club ließ der Multimillionär durchblicken, dass er einen Mustang und einen Chevy fahre, seine Ehefrau Ann gar "ein paar Cadillacs". Sein Image als Schnösel wird er so nicht los.

17. Romney ziert zusammen mit Barack Obama einen Modeentwurf der Designerin Katya Leonovich. Die Kleider wurden auf der New York Fashion Week im September gezeigt.

18. Mit Großbritannien hat es sich Romney im Juli verscherzt: Er sprach in einer Rede davon, dass er eine "besondere Beziehung zur Nation Großbritannien" habe. Das Problem daran: Es gibt keine Nation Großbritannien. England, Schottland und Wales verstehen sich als einzelne Nationen im Vereinten Königreich Großbritannien und Nordirland.

19. Schon 2010 äußerte Romney sich auf spezielle Art über Großbritannien. In seinem Buch "No Apology" heißt es: "England ist nur eine kleine Insel mit kleinen Straßen und kleinen Häusern. Es produziert mit wenigen Ausnahmen keine Dinge, die Menschen im Rest der Welt kaufen möchten. Wenn es nicht vom Wasser umgeben wäre, wäre es mit hoher Wahrscheinlichkeit Hitler zum Opfer gefallen."

20. Die Europäer allgemein kommen im Weltbild Romneys schlecht weg: Laut ihm habe Europa "moralisch und religiös versagt". Dies sei das "unvermeidliche Produkt eines geschwächten Glaubens an den Schöpfer, gescheiterten Familien, einer Missachtung der Heiligkeit des menschlichen Lebens".

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