Hillary Clinton

© REUTERS/BRENDAN MCDERMID

USA
02/06/2015

Masernausbruch: Impfung wird Vorwahlkampfthema

Viele Eltern misstrauen dem Gesundheitssystem. Hillary Clinton und Jeb Bush plädieren für den Impfschutz.

Mit einem Masernausbruch ist in den USA eine Debatte über Impfungen losgebrochen. Die potentiellen Präsidentschaftskandidaten der Demokraten und der Republikaner haben sich inzwischen auch schon dazu geäußert - wenn auch zum Teil recht widerwillig.

Die frühere Außenministerin der US-Demokraten und First Lady der USA, Hillary Clinton, twitterte ihre Meinung zum Thema Impfschutz:

"Der wissenschaftliche Standpunkt ist klar: Die Erde ist rund, der Himmel ist blau und Impfungen wirken. Lasst uns unsere Kinder beschützen." Clinton gilt als mögliche Präsidentschaftskandidatin der Demokraten für 2016. Selbst hat sie sich noch nicht konkret dazu geäußert.

Jeb Bush reagierte eher gereizt auf das Thema. Der Bruder des früheren US-Präsidenten George W. Bush und Sohn des früheren US-Präsidenten George H. W. Bush wird als potentieller Präsidentschaftskandiadtat der Republikaner gehandelt. Bei einer öffentlichen Veranstaltung meinte Bush laut NBC News am Mittwoch: "Eltern sollten sicher gehen, dass ihre Kinder geschützt sind." Nach Applaus fügte er hinzu: "Müssen wir das wirklich noch detaillierter diskutieren?"

Viele Eltern in den USA lassen ihre Kinder nicht impfen. Impfskeptiker finden sich unter Demokraten wie Repubilkanern. Viele misstrauen dem Gesundheitssystem und werfen den großen Pharmakonzernen Profitgier vor.

Masern an der US-Westküste

Ein schwerer Masernausbruch in Kalifornien hatte sich Ende Jänner auch unter anderem auf die US-Nachbarstaaten Oregon und Nevada ausgebreitet. Ende Jänner sollen in 14 US-Bundesstaaten rund 100 Fälle gemeldet worden sein. Allein in Kalifornien waren vergangene Woche 68 Menschen mit dem gefährlichen und hoch ansteckenden Virus infiziert. Weitere zehn Fälle wurden aus sechs US-Staaten und Mexiko gemeldet. 58 der Erkrankungen führt die Behörde auf eine Masernansteckung Ende Dezember in den südkalifornischen Vergnügungsparks Disneyland und Disney California Adventure zurück. Die Patienten in Kalifornien sind ein bis 70 Jahre alt. Viele der Betroffenen haben keinen Impfschutz. Masern verursachen einen erheblich geschwächten Allgemeinzustand. Lebensbedrohliche oder sogar tödliche Komplikationen wie Lungen-oder Gehirnentzündungen können die Folge sein.

Die Behörden verwiesen als Reaktion in einer Mitteilung auf die Wichtigkeit eines Impfschutzes, um die Ausbreitung von Masern zu stoppen. In den USA gibt es viele Eltern, die aus Sorge vor möglichen Nebenwirkungen ihre Kinder nicht impfen lassen.

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