© APA/Karl Azzopardi

Staatsbürgerschaften

Malta verschärft Bestimmungen für Pass-Käufe

Betuchte Kunden können sich zwar weiter den Zugang zum Schengen-Raum erkaufen - müssen aber nun ein Jahr Aufenthalt nachweisen.

01/30/2014, 09:22 AM

Malta, das kleine Eiland im Mittelmeer, ist geschäftstüchtig. Doch die Methoden der Insel, an Geld heranzukommen, hat in der EU einen Aufschrei verursacht. Nun rudert Malta zurück - zumindest ein Stück weit. Malta hatte geplant, Staatsbürgerschaft des Landes an betuchte Interessenten zu verkaufen.1,15 Millionen Euro für einen maltesischen Pass, mit dem man sich frei und unkontrolliert in allen Staaten des Schengen-Raumes bewegen kann. Im Europaparlament hatte das Vorhaben zu Protesten geführt. Am Mittwoch teilte die EU-Kommission nach Gesprächen mit Abgesandten des linken Regierungschefs Joseph Muscat mit, dass die Bedingungen nun verschärft würden. Der Pass wird zwar weiterhin für 650.000 Euro verkauft, wenn der zahlungskräftige Antragsteller auch Immobilien für 350.000 Euro und Aktien für 150.000 Euro kauft. Die Regierung rückte aber von der bisherigen Absicht ab, die Staatsbürgerschaft völlig unabhängig von einem vorherigen Aufenthalt auf Malta feilzubieten. Die Regierungsbeauftragten versicherten jetzt in Brüssel, den Pass dürfe nur kaufen, wer zuvor mindestens ein Jahr lang auf Malta gewohnt habe. Es müssten "wirkliche Bindungen" an Malta bestehen.

Kommentare

Kurier.tvMotor.atKurier.atFreizeit.atFilm.atImmmopartnersuchepartnersucheSpieleCreated by Icons Producer from the Noun Project profilkat