Politik | Ausland
09.11.2016

Der nächste US-Präsident heißt Donald Trump

Der Immobilienmogul und TV-Star Donald Trump setzte sich gegen Hillary Clinton durch. Der Live-Ticker zur Nachlese.

Nie zuvor in der jüngeren Geschichte hat der Ausgang einer US-Präsidentschaftswahl derartige Schockwellen rund um den Globus gesandt: Mit Donald Trump zieht der Anführer einer wutgeladenen Protestbewegung in das Weiße Haus ein. Die Folgen für sein Land wie den Rest der Welt sind unüberschaubar.

In seiner Siegerrede in der Nacht zum Mittwoch präsentierte sich der 70-Jährige als Versöhner: "Ich werde der Präsident aller Amerikaner sein", kündigte er an. Und er versprach auch, dass er sich in den Beziehungen zu anderen Staaten um "Partnerschaft, nicht Konflikt" bemühen werde. Doch die Sorgen und Ängste, die der Wahlsieg des Immobilienmilliardärs unter vielen seiner Landsleute wie auch rund um den Globus auslöst, werden solche Beteuerungen kaum abmildern können.

Trumps Botschaft eines radikalen Neuanfangs war so verlockend, dass selbst seine vielen Skandale - von den Enthüllungen über seine fragwürdigen Steuerpraktiken bis zu den Berichten über seine mutmaßlichen sexuellen Übergriffe - ihm letztlich nicht tiefgreifend schadeten.

kurier.at berichtete zwei Tage durchgehend live:

Der nächste US-Präsident heißt Donald Trump

  • 19:28

    Hiermit beenden wir unseren Live-Ticker zur US-Wahl - wir sagen Danke fürs Dabeisein und wünschen Ihnen noch einen schönen Abend!

  • 19:23

    Nanu? Trump-Wahl lässt Waffenaktien abstürzen
    Donald Trump ist ein ausgesprochener Freund der Waffen-Lobby, doch die größten Hersteller von Pistolen und Gewehren in den USA sind nach der Wahl des Republikaners zum US-Präsidenten an der Börse massiv unter Druck geraten. Die Aktien der beiden Waffenschmieden Smith & Wesson und Sturm, Ruger & Co. büßten am Mittwoch mehr als zwölf Prozent an Wert ein. Wie passt das zusammen?

    Trumps Wahlsieg "eliminiert jegliche realistische Sorge vor schärferen Waffengesetzen", meinen die Experten vom Analysehaus Wedbush Equity Research. Daher würden sich Waffenliebhaber nun Zeit lassen mit neuen Einkäufen. Die Angst vor strikterer Regulierung durch Trumps Rivalin Hillary Clinton war in den letzten Monaten ein treuer Verkaufshelfer der Waffenindustrie gewesen.

  • 19:22

    Europas Rechtspopulisten mit Rückenwind
    Donald Trump gewinnt die Präsidentschaftswahl in den USA - und rechte Parteien in Europa jubeln. Rechtspopulisten wie Marine Le Pen in Frankreich und Geert Wilders in den Niederlanden gehörten zu den ersten Gratulanten nach der Wahlnacht. Wird der Höhenflug der Rechtskonservativen in den USA auch den Rechten in Europa Auftrieb verleihen? Das lesen Sie hier.

    FPÖ-PRESSEKONFERENZ: LE PEN / HOFER Foto: APA/HERBERT NEUBAUER

  • 18:51

    "Auch Trump wird den Kompromiss suchen müssen"
    Der deutsche Außenminister Frank Walter Steinmeier preschte wenige Stunden nach Trumps Wahlsieg mit der Idee vor: Sonntagabend finden sich alle 28 EU-Außenminister nun zu einem Sondertreffen in Luxemberg ein. Im KURIER-Interview sagt Außenminister Sebastian Kurz, welche Haltung Österreich einnehmen wird.

    INTERVIEW: AM SEBASTIAN KURZ Foto: APA/HERBERT PFARRHOFER

  • 18:43

    Trump ist Präsident: Wie es dazu kommen konnte
    Bis zum Schluss galt Donald Trump als krasser Außenseiter. Warum er sich am Ende doch gegen Hillary Clinton durchsetzen konnte, analysierte kurier.at-Redakteur Karl Oberascher für Sie.

     

  • 18:22

    Reporter ohne Grenzen fordert von Trump Respekt der Pressefreiheit
    Nach dem Wahlsieg von Donald Trump hat die Journalistenorganisation Reporter ohne Grenzen den künftigen Präsidenten der USA aufgefordert, die Pressefreiheit zu respektieren. Der Republikaner habe im Wahlkampf immer wieder Journalisten schikaniert und gemobbt, kritisierte die weltweit agierende Organisation am Mittwoch in Paris.

    Trumps Versuche, während seines Wahlkampfes die Pressefreiheit zu beschneiden, "haben ein beunruhigendes Signal für seine Präsidentschaft ausgesandt. Trump beleidigte und schikanierte Journalisten, die ihn negativ porträtierten oder harte Fragen stellten", berichtete Reporter ohne Grenzen über den Wahlkampf des künftigen US-Präsidenten. Zugleich kritisierte die Organisation die nach ihren Angaben von Trump gemachte Ankündigung, dass er die Gesetze zum Vorwurf der Beleidigung oder üblen Nachrede ändern wolle, um Medien juristisch verfolgen zu können, wenn sie kritische Artikel schrieben.

  • 18:10

    Ryan: Trump wird geeinte Republikaner-Regierung führen
    Der republikanische Spitzenpolitiker Paul Ryan hat den Wahlsieg von Donald Trump als "unglaublichste politische Errungenschaft" gewürdigt, die er bisher erlebt habe. "Trump hat die Politik auf den Kopf gestellt", sagte Ryan, der Vorsitzender des Abgeordnetenhauses ist, am Mittwoch in Janesville (Bundesstaat Wisconsin).

    Trump habe die Stimmung im Land erfasst wie kein anderer, "und er wird eine geeinte republikanische Regierung führen". Ryan hatte sich nach der Nominierung Trumps als Spitzenkandidat nur zögerlich hinter ihn gestellt. Später im Wahlkampf ging er dann erneut auf Distanz und lehnte gemeinsame Auftritte mit Trump ab, gab ihm jedoch bei der Wahl seine Stimme.

  • 18:09

    Kalifornien und Nebraska behalten die Todesstrafe bei
    In Kalifornien sollen nach dem Votum der Wähler auch künftig Hinrichtungen stattfinden. Der Volksentscheid "Prop 62" zur Abschaffung der Todesstrafe wurde von der Mehrheit der Wähler abgelehnt, wie am Mittwoch nach Auszählung der meisten Stimmen bekannt wurde. Derzeit sitzen 749 Gefängnisinsassen, darunter 21 Frauen, an der US-Westküste im Todestrakt. Ihre Strafe sollte nach der Initiative der Todesstrafengegner in lebenslängliche Haft ohne Freilassung auf Bewährung umgewandelt werden. Bereits bei den Wahlen vor vier Jahren stand die Abschaffung der Höchststrafe als Volksentscheid auf dem Stimmzettel, bekam aber auch damals keine Mehrheit.

    Auch im US-Staat Nebraska punkteten die Befürworter der Todesstrafe. Dort stimmten die Wähler für die Wiedereinführung der Höchststrafe. 2015 hatte der US-Bundesstaat die Todesstrafe per Parlamentsentscheid abgeschafft. Dieser Entschluss wurde nun mit der Volksabstimmung rückgängig gemacht. In insgesamt 19 US-Staaten sind Hinrichtungen untersagt.

  • 18:08

    Pentagon will geordnete Amtsübergabe sicherstellen
    US-Verteidigungsminister Ashton Carter hat betont, dass er eine geordnete Amtsübergabe an den künftigen Präsidenten Donald Trump sicherstellen wird. Er werde den Übergang seines Ministeriums an den nächsten Oberbefehlshaber begleiten, schrieb Carter am Mittwoch in einem Brief an seine Mitarbeiter.

    Trump hatte die Verteidigungspolitik der amtierenden Regierung immer wieder scharf kritisiert und angedeutet, dass er im Falle eines Wahlsieges hochrangige Militärs in den Streitkräften austauschen würde. Der Republikaner zieht am 20. Jänner 2017 als 45. Präsident der Vereinigten Staaten ins Weiße Haus ein. Der Präsident ist in den USA Oberbefehlshaber der Streitkräfte ("Commander in Chief").

     

  • 17:37

    "Wie ein Staffellauf"
    Der noch amtierende Präsident Barack Obama hat in seiner ersten öffentlichen Ansprache nach der Wahl vor allem auf die Bedeutung eines friedlichen und erfolgreichen Machtübergangs von sich selbst auf Donald Trump verwiesen. Über den Beruf des Präsidenten meinte er, dieser sei "wie ein Staffellauf". Was Obama in seiner Rede noch zu sagen hatte, lesen Sie hier.

  • 17:19

    Barack Obama wird sich demnächst äußern
    Der nächste, der vor die Öffentlichkeit tritt, ist US-Präsident Barack Obama. Auch von seiner Rede haben wir einen Live-Bericht.

  • 16:56

    Pentagon will geordnete Amtsübergabe sicherstellen
    US-Verteidigungsminister Ashton Carter hat betont, dass er eine geordnete Amtsübergabe an den künftigen Präsidenten Donald Trump sicherstellen wird. Er werde den Übergang seines Ministeriums an den nächsten Oberbefehlshaber begleiten, schrieb Carter am Mittwoch in einem Brief an seine Mitarbeiter.

    Trump hatte die Verteidigungspolitik der amtierenden Regierung immer wieder scharf kritisiert und angedeutet, dass er im Falle eines Wahlsieges hochrangige Militärs in den Streitkräften austauschen würde. Der Republikaner zieht am 20. Jänner 2017 als 45. Präsident der Vereinigten Staaten ins Weiße Haus ein. Der Präsident ist in den USA Oberbefehlshaber der Streitkräfte ("Commander in Chief").

  • 16:51

    "Land ist gespaltener, als wir geglaubt haben"
    Hillary Clinton hat Donald Trump ihre Zusammenarbeit zum Wohle der USA angeboten. Natürlich sei das Wahlergebnis nicht das erwünschte, sagte die unterlegene Präsidentschaftskandidatin der US-Demokraten in ihrer Rede. "Das ist sehr schmerzhaft, und das wird es lange bleiben", sagte Clinton.

    Es war klarerweise nicht der Ausgang, den sie erwartet habe, sagt  Hillary Clinton  "Ich weiß wie enttäuscht Sie sind", sagt sie, sichtlich bewegt zu ihren Mitarbeitern, die ihr noch ein Mal zujubeln."Wir haben gesehen, dass dieses Land gespaltener ist, als wir geglaubt haben", sagt eine sichtlich bewegte Clinton.

    "Der amerikanische Traum ist für alle Amerikaner offen", sagt Clinton. Sie habe im Wahlkampf immer für ein inklusives Amerika gekämpft.

    "Man schulde auch dem Gewinner Donald Trump ein offenes Miteinander und: "Wir respektieren die freie Rede."

  • 16:40

    Trumps Wahlsieg nährt Sorgen bei Rebellen in Syrien
    Die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten hat in Syrien ein gespaltenes Echo hervorgerufen. Die Aufständischen, die seit mehr als fünf Jahren gegen Präsident Bashar al-Assad kämpfen, zeigten sich besorgt, dass die USA unter Trump sie künftig weniger unterstützen. Ihre Lage werde sich verschlechtern, sagte Sakaria Malahifji, ein Vertreter einer Rebellengruppe in Aleppo, am Mittwoch Reuters.

    Er verwies darauf, dass Trump der Niederschlagung der radikalislamischen IS-Miliz eine höhere Priorität eingeräumt hat als der Absetzung Assads. In einer Fernsehdebatte hatte Trump gesagt, er möge Assad nicht, aber dieser töte gemeinsam mit Russland und dem Iran den IS. Auch Trumps Nähe zum russischen Präsidenten Wladimir Putin, dem engsten Verbündeten Assads, beunruhigt die gemäßigten Rebellen.

  • 16:30

    Gleich ist es soweit
    In Kürze wird Hillary Clinton auf die Bühne kommen und sich erstmals nach ihrer Wahlniederlage äußern.

  • 16:21

    Experte: Hofer ist österreichischer Trump
    Vom Wahlsieg Donald Trumps in den USA könnten auch rechtspopulistische Bewegungen in Europa profitieren. Das glaubt zumindest der deutsche Transatlantikexperte Thomas Risse. "Norbert Hofer, Marine Le Pen in Frankreich, die deutsche AfD oder die britische UKIP - das ist exakt das Gleiche und unterscheidet sich von Trump nur noch in Nuancen", sagte er am Mittwoch.

    Der Erfolg populistischer Politiker sei "selbstverständlich nicht ein rein amerikanisches Phänomen", so Risse. "Auch in Europa werden Populisten weiteren Auftrieb gewinnen, wenn die etablierten Politiker nicht endlich aufwachen", betonte der Politikwissenschafter der Freien Uni Berlin.

  • 16:19

    Erst einmal Paul Ryan
    Während Hillary Clinton weiter auf sich warten lässt, ergreift nun erst einmal Paul Ryan, Sprecher der Republikaner im Repräsentantenhaus des Kongresses, das Wort. Ryan galt nicht als Unterstützer Trumps.

  • 16:14

    Bush Sr. gratuliert Trump
    Während wir nach wie vor auf die Ansprache von Hillary Clinton warten, hat der frühere US-Präsident George Bush Sr. Donald Trump zum Wahlsieg gratuliert. "Barbara und ich gratulieren Donald Trump und wünschen ihm alles Gute dafür, Amerika als unser nächster Präsident anzuführen. Wir schließen seine Familie in unsere Gebete ein", schrieb Bush am Mittwoch auf Twitter. Die Bush-Familie hatte Trump im Wahlkampf nicht unterstützt. George Bush war von 1989 bis 1993 der 41. US-Präsident.

  • 16:02

    Clinton-Rede mit Verspätung
    Für 16:30 (MEZ) war die Rede Hillary Clintons angesetzt. Noch warten wir, bis die unterlegene Kandidatin das Rednerpult betritt.

  • 15:44

    Trumps Siegesrede im Wortlaut
    Während wir noch immer auf Hillary Clintons erste Rede nach der Wahlniederlage warten (demnächst im Livestream), hier noch einmal Donald Trumps Siegesrede im vollen Wortlaut.