Politik | Ausland
27.08.2017

Libanon lässt IS in Richtung Syrien abziehen

Die libanesischen Truppen haben am Sonntag ihren Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Ostlibanon eingestellt und damit die Voraussetzungen für einen IS-Abzug geschaffen.

Die Streitkräfte hätten einem Abkommen der Schiitenmiliz Hisbollah mit dem IS zugestimmt, das eine Waffenruhe und den Abzug der IS-Kämpfer aus dem Ostlibanon vorsehe, berichtete die libanesische Nachrichtenagentur.

Die Hisbollah teilte mit, sie habe mit IS-Kämpfern die Übergabe der Leichen von fünf gefallenen Hisbollah-Kämpfern vereinbart. Ein Teil der Vereinbarung betreffe auch vom IS verschleppte libanesische Soldaten. Die etwa 400 IS-Kämpfer erhielten im Gegenzug die Zusage, ungehindert mit ihren Familien in Richtung Ostsyrien ziehen zu können, wo der IS noch Gebiete hält.

Am Abend berichteten die libanesischen Sicherheitsbehörden, sie hätten nahe der Stadt Arsal die Überreste von acht Kameraden geborgen, die 2014 in die Hand des IS gefallen waren. Die Soldaten seien anscheinend bereits 2015 ermordet worden. Ein neunter seit 2014 vermisster Soldat soll sich dem IS angeschlossen haben. Hinweise vom IS hätten zur Entdeckung des Grabes der Getöteten geführt.