Politik | Ausland
14.02.2018

Lebenslänglich für Chelsea-Attentäter

Bei Anschlag in New York 2016 wurden mehr als 30 Menschen verletzt. Richter: Ahmad Khan Rahami bleibe "extrem gefährlich".

Der Urheber des Bombenanschlags im New Yorker Ausgehviertel Chelsea vom September 2016 ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der 30-Jährige Ahmad Khan Rahami bleibe "extrem gefährlich", begründete ein New Yorker Richter am Dienstag das Strafmaß. Eine andere Strafe als lebenslänglich sei nicht zu rechtfertigen.

Bombe im Ausgehviertel

Ein Geschworenengericht hatte Rahami, einen US-Bürger afghanischer Herkunft, im Oktober für schuldig befunden, die Bombe in Chelsea platziert zu haben. Bei dem Anschlag wurden mehr als 30 Menschen verletzt, getötet wurde niemand.

Rahami wurde außerdem für schuldig befunden, noch zwei weitere Bomben platziert zu haben - eine zweite in Chelsea, welche die Sicherheitskräfte aber noch rechtzeitig entschärfen könnten, sowie eine dritte in Seaside Park im benachbarten Bundesstaat New Jersey, die zwar detonierte, aber niemanden verletzte.

Zwei Tage nach Anschlag verhaftet

Rahami wurde zwei Tage nach dem Anschlag von Chelsea gefasst. Er lieferte sich dabei in New Jersey einen Schusswechsel mit der Polizei, bei dem er selbst sowie zwei Beamte verletzt wurden. In einem bei ihm gefundenen Tagebuch standen nach Angaben der Ermittler rühmende Worte über die Anführer von islamistischen Organisationen wie etwa den getöteten Al-Kaida-Chef Osama bin Laden.