300 Randalierer wollten die Grenze zu Mazedonien durchbrechen.

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Flüchtlinge
05/19/2016

Idomeni: Lager wird binnen zwei Wochen geräumt

Noch immer harren 9000 Flüchtlinge im provisorischen Flüchtlingslager in Idomeni aus. Bis Anfang Juli soll das Lager geräumt werden.

Bis Anfang Juni soll das Flüchtlingslager im nordgriechischen Grenzort Idomeni aufgelöst werden. Das sagte Giorgos Kyritsis, Sprecher des Stabes für die Flüchtlingskrise, am Donnerstag der griechischen Nachrichtenagentur ANA. In Nordgriechenland würden derzeit weitere staatliche Flüchtlingslager fertiggestellt, um die rund 9.000 Flüchtlinge aus Idomeni aufzunehmen.

Es sei nur noch eine Frage von Wochen, bis das improvisierte Lager direkt an der Grenze zu Mazedonien sich leeren werde, sagte Kyritsis. Ursprünglich wollte die griechische Regierung das Lager bereits Anfang Mai weitgehend auflösen.

Randale mit Verletzten

Die griechische Polizei hat Tränengas und Blendgranaten eingesetzt, um eine Gruppe von rund 300 Flüchtlingen daran zu hindern, den mazedonischen Grenzzaun in der Nähe Lagers von Idomeni zu durchbrechen. Wie griechische Medien berichteten, hätten die aufgebrachten Migranten einen Eisenbahnwaggon bis zur letzten Absperrung der griechischen Polizei geschoben, um ihn anschließend als Rammbock zu nutzen, um den Zaun auf der mazedonischen Seite zu einzureißen.

Kinder litten unter Tränengas-Einsatz

Bei den Krawallen sind insgesamt vier Demonstranten und zwei Polizisten verletzt. Das berichtete der griechische Radiosender Athina 984 am Donnerstag. Viele der Randalierenden, aber auch unbeteiligte Migranten, darunter Kinder, litten jedoch an Atemwegebeschwerden wegen der beißenden Luft, die die Tränengaswolken erzeugte. Donnerstagfrüh habe sich die Lage wieder beruhigt.

Im provisorischen Lager von Idomeni harren knapp 10.000 Menschen seit Monaten aus. Sie hoffen, dass die sogenannte Balkanroute, die auf Österreichs Initiative hin geschlossen wurde, doch noch geöffnet werden könnte, damit sie nach Zentraleuropa gelangen können. Um ihrem Wunsch nach einer Weiterreise Nachdruck zu verleihen, blockieren sie die wichtige Eisenbahnverbindung zwischen Griechenland und Mazedonien.

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