Politik | Ausland
29.07.2017

Katar wirft Saudi-Arabien Hürden für Hadsch-Pilger vor

Nationales Menschenrechtskomitee wendet sich an UNO.

Rund einen Monat vor Beginn der muslimischen Pilgerreise Hadsch (Hajj) nach Mekka hat das Golfemirat Katar seinem Nachbarn Saudi-Arabien Behinderungen der Pilger vorgeworfen.

Das Nationale Menschenrechtskomitee (NHRC) wandte sich am Samstag nach eigenen Angaben an die Vereinten Nationen, um sich über die Hürden zu beschweren, mit denen katarische Bürger bei der Pilgerreise nach Saudi-Arabien zu kämpfen hätten.

Kataris dürften nach einem Bericht des Medienunternehmens Al-Jazeera nur über zwei Flughäfen nach Saudi-Arabien einreisen und müssten über Katars Hauptstadt Doha fliegen. Dabei handle es sich um eine Verletzung internationaler Rechte und Absprachen, die die freie Religionsausübung beeinträchtigten.

Das kleine aber reiche Emirat Katar ist seit Anfang Juni isoliert, seit die arabischen Nachbarn die diplomatischen Beziehungen abgebrochen und die Grenzen geschlossen haben. Sie werfen Katar offiziell die Unterstützung von Terrororganisationen und zu enge Verbindungen zum Iran vor.

Am Wochenende treffen sich in Bahrain die vier Außenminister von Ägypten, Saudi-Arabien, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten, um über den weiteren Umgang mit Katar zu beraten.