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Kommunalwahl
06/19/2016

Italien: Wahlbeteiligung bei 36 Prozent

In der Hauptstadt Rom erhofft sich die Fünf-Sterne-Bewegung um den Komiker Beppe Grillo den Sieg bei der Bürgermeisterwahl.

Mit besonderem Interesse für die Wahlduelle in Rom und in Mailand haben in Italien am Sonntag Bürgermeister-Stichwahlen stattgefunden. Die Wahlbeteiligung lag bis 19.00 Uhr laut Innenministerium bei knapp 36,5 Prozent und damit unter dem Niveau vom ersten Wahlgang am 5. Juni. Allerdings können die rund 8,5 Millionen Stimmberechtigte 126 Gemeinden noch bis 23.00 Uhr abstimmen. In der Hauptstadt Rom erhofft sich die Fünf-Sterne-Bewegung um den Komiker Beppe Grillo den Sieg bei der Bürgermeisterwahl. Virginia Raggi, die Kandidatin der als Protestinitiative gegründeten Fünf-Sterne-Bewegung, könnte als erste Frau das Steuer in der italienischen Hauptstadt übernehmen. Sie zieht gegen den Sozialdemokraten Roberto Giachetti ins Rennen, der von Ministerpräsident Matteo Renzi unterstützt wird.

Auch in anderen Städten harter Kampf

Gewählt wurde auch in mehreren anderen Großstädten: Mailand, Turin, Bologna, Neapel und Triest. Die Fünf-Sterne-Bewegung erhofft sich auch den Erfolg ihrer Kandidatin Chiara Appendino in Turin im Duell gegen den scheidenden Bürgermeister und Ex-Justizminister Piero Fassino. In Mailand rechnet Renzi damit, dass sich der Manager Giuseppe Sala im Duell gegen den Mitte-Rechts-Kandidaten durchsetzt. In Neapel liegt der amtierende linke Bürgermeister Luigi De Magistris vorn. Er duelliert sich mit dem Mitte-Rechts-Kandidaten Giovanni Lettieri um die Führung der Vesuvstadt. Auch in Bologna kämpft der amtierende Bürgermeister und Renzi-Vertraute Virginio Merola gegen die Mitte-Rechts-Kandidatin Lucia Borgonzoni.

Die Stichwahl gilt als Stimmungstest für den seit Februar 2014 amtierenden Premier Renzi. Dieser spielt die Bedeutung des Urnengangs mit der Begründung herunter, dass die Bürgermeisterwahlen stark von lokalen Faktoren beeinflusst seien, die nichts mit der Regierungsarbeit zu tun hätten. Der wahre Test für die Regierung sei das Referendum über die zuletzt verabschiedete Verfassungsreform, das voraussichtlich am 2. Oktober stattfindet, sagte der Premier.

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