Irans Präsident will trotz Kritik an Atomdeal mit dem Westen festhalten.

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Politik Ausland
08/02/2016

Irans Präsident will an Atomdeal festhalten

Hassan Rohani sagt, dass das Atomabkommen die Wirtschaft ankurble. Der geistliche Führer Ayatollah Ali Khameini hatte am Tag zu vor noch das Gegenteil behauptet.

Der iranische Präsident Hassan Rohani will trotz der wachsenden Kritik im Land an dem Atomabkommen mit dem Westen festhalten. "Das Abkommen hatte eine positive Auswirkung auf unsere Wirtschaft", sagte Rohani in einem Live-Interview am Dienstag dem staatlichen Fernsehen.

Rohani: Iran werde wieder als Partner gesehen

Besonders der Öl- und Gasexport, die Haupteinnahmequelle des Landes, habe wieder den Level von vor den Sanktionen erreicht, so Rouhani. Der Deal hatte seiner Einschätzung nach auch politisch positive Folgen. Der Iran galt lange Zeit als eine globale Bedrohung, nun aber wird das Land als Partner angesehen. Daher sei er zuversichtlich, dass alle Ziele des Abkommens letztendlich erreicht werden können.

Tags zuvor hatte der Oberste Geistliche Führer Ayatollah Ali Khamenei dagegen erklärt, dass das Atomabkommen mit dem Westen nichts gebracht habe. Die Sanktionen seien noch immer nicht aufgehoben worden. Auch sechs Monate nach der Inkraftsetzung des Abkommens gebe es keine wirtschaftlichen Veränderungen für die Menschen im Iran, fügte der Ayatollah hinzu, der nach der Verfassung das letzte Wort in allen strategischen Belangen hat. Das Atomabkommen zwischen dem Iran und den fünf UNO-Vetomächten sowie Deutschland wurde im Juli 2015 erzielt. Die Sanktionen gegen den Iran wurden im Jänner aufgehoben.

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