Politik | Ausland
26.06.2017

Irakische Armee nahm weiteres Viertel in Mossul ein

Die Dschihadisten leisten in der Altstadt der irakischen IS-Hochburg erbitterten Widerstand.

Die irakische Armee hat die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) in der umkämpften Stadt Mosul ( Mossul) nach eigenen Angaben weiter zurückgedrängt. Spezialkräfte hätten das Viertel Al-Faruq in der Altstadt von Mosul eingenommen, erklärte ein irakischer Militärsprecher am Montag. Auf den Gebäuden sei die irakische Flagge gehisst worden.

Das Viertel liegt in der Nähe der symbolträchtigen Großen Al-Nuri Moschee, die der IS in der vergangenen Woche gesprengt hatte. IS-Chef Abu Bakr Al-Baghdadi hatte sich in dem Gebäude vor rund drei Jahren bei einer Freitagspredigt das erste Mal öffentlich gezeigt.

Die Offensive irakischer Regierungskräfte auf die IS-Hochburg Mossul hatte im vergangenen Oktober begonnen. Die Extremisten halten mittlerweile nur noch wenige Viertel im Westen der Stadt.

"Nichts mehr zu verlieren"

Dort leisteten die verbliebenen IS-Kämpfer aber mit "typischer Butalität" Widerstand, weil sie nichts mehr zu verlieren hätten, sagte der Vize-Kommandant der US-geführten Anti-IS-Koalition, Generalmajor Rupert Jones, in einer Telefonschaltung mit Journalisten. Die endgültige Befreiung Mosuls rücke dennoch immer näher.

Am Sonntag hatten die Extremisten einen Gegenangriff in dem bereits befreiten Viertel Al-Tanak in Westmosul gestartet. Dieser sei jedoch zurückgeschlagen worden, teilte die irakische Armee mit.