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Irak: 91 Tote bei Anschlägen
Bei Anschlägen am Montag wurden mehr als 160 Menschen getötet oder verletzt. Es handelt sich um den blutigsten Tag seit mehr als zwei Jahren.
Nach offiziellen Angaben sind bei einer Anschlagserie im
Irak am Montag mindestens 91 Menschen getötet worden. Mehr als 160 Menschen wurden bei insgesamt 22 Attentaten in 14 Städten, darunter die Hauptstadt Bagdad verletzt, wie die irakischen Behörden mitteilten. Damit handle es sich um den blutigsten Tag seit mehr als zwei Jahren.
Bekannt hat sich zu der Anschlagserie bisher niemand, die sunnitische Terrororganisation El-Kaida hatte jedoch vermehrte Anschläge angekündigt. "Die Anschläge sind sicher ein Zeichen dafür, dass El-Kaida immer noch im Irak tätig ist", betonte ein Reporter von Al-Jazeera.
Nach Angaben von Sicherheitsbeamten und Ärzten gab es in Bagdad und nördlich der Hauptstadt eine Reihe von Schießereien und Bombenanschlägen, wie Sicherheitskräfte und Krankenhauskreise verlauteten. "Es war eine donnernde Explosion", sagte Mohammed Munim, der in der Nähe gearbeitet hatte und ins Spital eingeliefert werden musste.
Die schwersten Angriffe richteten sich gegen Militärstützpunkte in den Städten Douluiyah und Taji. Weitere Anschläge gab es den Angaben zufolge in Saadiyah, Khan Beni Saad, Kirkuk, Touz Khourmatou und Dibis.
Erst am Sonntag sind bei den schwersten Anschlägen seit zwei Wochen mindestens 16 Menschen getötet und 75 verwundet worden. Die Anschläge ereigneten sich in Städten südlich der irakischen Hauptstadt. Die Gewalt im Irak liegt deutlich unter dem Niveau von 2006 und 2007, hat in jüngster Zeit aber wieder zugenommen. Der Irak befindet sich derzeit in einer schweren politischen Krise, die von konfessionellen Spannungen geprägt ist.