Politik | Ausland
17.08.2017

Hope Hicks: Eine aus Trumps engstem Kreis

Trump macht die 28-jährige PR-Frau und Ex-Teenie-Schauspielerin zu seiner Kommunikationschefin.

Einige US-Medien sehen sie hinter den Twitterstürmen Donald TrumpsHope Hicks, Model, PR-Frau, Ex-Teenie-Schauspielerin. Heute zählt sie zum engsten Kreis um den US-Präsidenten. Am Dienstag wurde die 28-Jährige Kommunikationschefin des Weißen Hauses – interimistisch wohlgemerkt, bis ein im Idealfall dauerhafter Kandidat gefunden wird, wie es hieß.

Immerhin hatte sich der Posten des Kommunikationsdirektors als Schleudersitz erwiesen. Hicks Vorgänger Anthony Scaramucci war ja gerade einmal zehn Tage im Amt. Hervorgetan hatte sich Scaramucci vor allem mit Schimpftiraden. Über den in vielerlei Hinsicht umstrittenen Berater Trumps, Stephen Bannon. Zu einem Journalisten hatte er gesagt: "Ich bin nicht Stephen Bannon. Ich versuche nicht, meinen eigenen Schwanz zu lutschen."

Hicks hat die Turbulenzen in der Kommunikationsabteilung des Weißen Hauses dabei von Anfang an mitverfolgt. Vor ihrer Ernennung trug sie den Titel „Direktorin für Strategische Kommunikation“. Als solche war sie es, die den Zugang der Presse zu Donald Trump regelte – unsichtbar für die Öffentlichkeit. Und auch schon im Wahlkampf war sie für die Presseabteilung des Wahlkampfteams Trumps tätig. Zugleich jobbte sie als Model für Ivanka Trump. Seit 2014 arbeitet sie für Trump und wohnt auch im Trump-Tower.

Jetzt obliegt es ihr, der Kommunikation des Weißen Hauses eine einheitliche Linie zu geben. Etwas, dass bisher eher problematisch schien. Ist da doch einmal zum einen der Chef des Hauses mit seinen eher unkontrolliert wirkenden Ausbrüchen; zum anderen aber ist da der Stab um den Präsidenten, in dem heftige Machtkämpfe zu toben scheinen. Wie lange die Übergangszeit nun dauern soll, Hicks also ihre Position inne haben wird, ist nicht bekannt.