Politik | Ausland 05.12.2011

Heimische Cobra ist gut gerüstet

Cobra-Kräfte müssen spätestens nach 70 Minuten jeden "Fleck" in Österreich erreicht haben.

Der Täter war offenbar gut vorbereitet und wusste wohl über die polizeilichen Strukturen gut Bescheid", meint Detlef Polay, Sprecher der österreichischen polizeilichen Sondereinheit EKO Cobra, angesichts der Ereignisse in Norwegen.

Knapp eine Stunde hatte es gedauert, bis die Spezialeinheiten der norwegischen Polizei auf der kleinen Ferieninsel Utøya eingetroffen waren, wo der Amokschütze wahllos um sich schoss. Dort wurde er dann auch von den Polizisten überwältigt. Genau für solche Einsätze ist auch die heimische Cobra gerüstet und ausgebildet. Laut Einsatzkonzept müssen Cobra-Kräfte spätestens nach 70 Minuten jeden "Fleck" in Österreich erreicht haben. Polay: "Je nach Geografie geht das natürlich auch viel schneller."

Um die zeitlichen Vorgaben erfüllen zu können, sind die rund 450 Cobra-Männer (und eine Frau) bundesweit auf insgesamt acht Standorte verteilt: Den Hauptstandorten Wr. Neustadt, Wien, Graz, Linz, Innsbruck sowie den operativen Außenstellen Salzburg, Klagenfurt, Feldkirch. Ausgerückt wird nach der Alarmierung meistens mit Fahrzeugen, notfalls wird auch ein Hubschrauber des Innenministeriums geordert. Je nach "Einsatzlage" (Amoklauf, Geiselnahme, Terroranschläge) sind natürlich die jeweils regionalen Polizeieinsatzkräfte noch rascher vor Ort.

( Kurier ) Erstellt am 05.12.2011