Politik | Ausland
18.01.2018

Gespräche in Wien: Auch Vertreter syrischer Regierung dabei

Mitte Dezember waren Gespräche in Genf gescheitert.

Vertreter der syrischen Regierung werden an der neunten Runde der Syrien-Gespräche in Wien am 25. und 26. Jänner teilnehmen. Das erklärte der stellvertretende UNO-Sonderbeauftragte für Syrien, Ramzy Ezzeldin Ramzy, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Damaskus. Demnach hat Außenminister Faisal Meqdad ihn über den Plan der Regierung, an dem Treffen kommende Woche teilzunehmen, informiert.

Am Mittwoch wurde bekannt, dass die UNO einen neuen Versuch startet, einer Lösung im Syrien-Konflikt näherzukommen. UNO-Sondervermittler Staffan de Mistura erwartet, dass alle für einen substanziellen Dialog offen seien. Auch die Opposition ist zu dem Treffen geladen.

Österreich nur Gastgeber

Die Konferenz werde von der UNO organisiert, Außenministerin Karin Kneissl ( FPÖ) werde möglicherweise lediglich die Verhandler beider Seiten begrüßen, sagte Kneissl-Sprecherin Elisabeth Hechenleitner am Rande des Besuchs der Außenministerin in Sofia zur APA.

Andere Teilnehmer außer der Regierung von Präsident Bashar al-Assad und Vertretern der Opposition werde es keine geben. Die Gespräche seien im Wiener UNO-Hauptquartier geplant, so Hechenleitner weiter.

Die achte Runde der Friedensgespräche unter UNO-Schirmherrschaft war Mitte Dezember in Genf gescheitert. Am 29. und 30. Jänner soll zudem auf Initiative von Russland, der Türkei und des Iran in Sotschi ein "Kongress der Völker Syriens" stattfinden. Die syrische Opposition lehnt diesen als Umgehung der Gespräche unter UNO-Mandat ab. In dem fast siebenjährigen Bürgerkrieg in Syrien sind bereits mehr als 400.000 Menschen getötet worden.