Politik | Ausland
18.01.2018

Geistig fit: Diesen Test musste Trump bestehen

Das Ergebnis seiner ärztlichen Untersuchung: Der US-Präsident ist nicht dement.

Trumps Leibarzt Ronny Jackson war selbst irritiert. Warum nämlich der Präsident so gute Gesundheitswerte hat. Obwohl er – wie nicht zuletzt in Michael Wolffs Buch „Fire and Fury“ zu lesen – sich am liebsten von Fast Food und Diet Coke ernährt (der große Knopf in seinem Büro löst keinen Atomkrieg aus, sondern veranlasst einen seiner Assistenten, ihm ein neues Diet Coke zu bringen).

Fast krankhaft übergewichtig

Dennoch sei Trump mit einem Body-Mass-Index von 29,9 ganz knapp nicht krankhaft übergewichtig („obese“ beginnt bei einem BMI von 30), sondern einfach nur übergewichtig. „Es sind die Gene“, erklärte der Arzt. Um die tatsächliche Größe des Präsidenten aber auch spekuliert: Michael Wolff schreibt in „Fire and Fury“, dass sich Trump regelmäßig größer macht, um einen niedrigeren BMI zu haben, außerdem berichten New York Times und Politico, dass Trump in seinem Führerschein zwei Zentimeter kleiner sei als nun von seinem Arzt angegeben.

Aber nicht dement

Aber die wirklich große Frage war die – immer wieder diskutierte – geistige Gesundheit Trumps. Auch bei diesen, sagt Leibarzt Jackson, habe er „keinerlei Bedenken“. Beim entsprechenden Test habe Trump 30 von 30 möglichen Punkten erreicht. Der so genannte MoCA-Test (Montreal Cognitive Assessment). Der Test selbst ist relativ simpel: Tiere benennen, sich eine Folge von fünf Wörtern merken, die Zeit an einer Uhr ablesen.

Der MoCA-Test wird sein über zwanzig Jahren zur Früherkennung von Demenz und Alzheimer genutzt, ein Ergebnis von mindestens 26 Punkten wird als normal angesehen. Frühstadien von Demenz oder Alzheimer zeigt Trump demzufolge nicht. Heißt das, dass er geisig gesund ist? Ziad Nasreddine, der den Test entwickelt hat, sagt: „Der Test kann nicht für die Diagnose von psychischen Störungen verwendet werden.“ Die Urteilskraft des US-Präsidenten kann damit also nicht gemessen werden.