Politik | Ausland
07.07.2017

G20 macht Pizzaboten zum Social-Media-Star

Der Hamburger Pizzabote kurvte unerschrocken durch die gewalttätigen G20-Proteste.

Ein Video von einem Hamburger Pizzaboten, der mit seinem Liefermoped unerschrocken durch die gewalttätigen G20-Proteste kurvt, ist in den sozialen Netzwerken zum Renner geworden. Das Bild des 27-jährigen Benjamin tauchte in US-Medien ebenso auf wie in zahlreichen Twitter- und Facebook-Accounts und wurde tausendfach geteilt und geliked. Einer der ersten Tweets richtete sich gegen CDU-Generalsekretär Peter Tauber: „Wenn in Hamburg die Hölle los ist, du aber einen deiner drei Minijobs als Pizzabote machen musst.“, twitterte Koney123.

Das Online-Magazin Fink.Hamburg machte den Pizzaboten ausfindig. Dieser sagte dem Magazin, er sei auf dem Rückweg von einer Lieferung gewesen. „Der Polizist meinte, ich würde mit meinem Roller schon durchkommen“, schilderte er. „Es war richtig gefährlich. Dort flogen auch Steine.“ Am Ende schaffte er es unversehrt in seine Filiale.

Ein weiterer Tweet von den Ausschreitungen trendete in sozialen Netzwerken: Comedian Andre Kramer hielt in der Demonstration ein Schild in die Höhe mit der Aufschrift „Ich bin Anwohner und gehe nur kurz zu Edeka. Danke.“. Auch dieses Foto wurde tausendfach geteilt und rief den Einzelhandelskonzern auf den Plan. Dieser postete auf seiner Facebook-Seite eine Fotomontage mit einem zweiten Schild: „Bleib zu Hause. Wir bringen Dir was. Bitte.“ Ob Kramer tatsächlich in der Gegend wohnt oder ob es sich um eine besonders ausgefeilte Marketing-Aktion handelt, war zunächst offen. Es gab zum Zeitpunkt der Demonstration keine geöffneten Edeka-Filialen in der Gegend.