Politik | Ausland 17.03.2016

Flüchtlinge demonstrieren für Weiterreise

In Piräus und auf Lesbos fordern 400 Migranten die Öffnung der Grenzen.

"Öffnet die Grenzen", fordern Flüchtlinge in Griechenland, wie Reporter aus Piräus und Lesbos berichten. Hunderte Migranten, die meisten davon aus Syrien, Afghanistan oder Pakistan, demonstrieren für ihre Weiterreise nach Mitteleuropa.

Demonstrationen auf Lesbos

Auf der Insel Lesbos sollen sich vor dem Registrierzentrum bei Moria rund 400 überwiegend aus Pakistan stammende Migranten versammelt und gegen die Rückführungen im Schnellverfahren demonstriert haben.

Rückführungsabkommen

Seit Jahresbeginn hat Athen nach offiziellen Angaben 608 Menschen zurück in die Türkei geschickt, die aus Algerien, Tunesien, Marokko, Pakistan und Bangladesch kamen. Grundlage dafür ist ein Rückführungsabkommen zwischen Athen und Ankara.

In Piräus warten rund 4.000 Menschen darauf, wie es weitergeht

Flüchtlingsstrom

Auch am Donnerstag kamen wieder 544 Migranten von den Inseln Lesbos und Chios im Hafen Piräus an. Laut Berichten des Staatsradios wird am Nachmittag eine weitere Fähre mit etwa 300 Personen an Bord erwartet. In Piräus sind mittlerweile mehr als 4000 Menschen in Lagerhallen und Zelten untergebracht.

Rückgang von Migranten aus Türkei

Die Zahl der Migranten, die aus der Türkei auf griechische Inseln übersetzte, ging hingegen deutlich zurück. Lediglich 239 Menschen wurden von griechischen Behörden am Mittwoch und bis Donnerstagfrüh registriert. In Laufe der vergangenen sieben Tage waren durchschnittlich 1260 Migranten angekommen.

( Agenturen , ede ) Erstellt am 17.03.2016