Jean-Claude Juncker (re) und Martin Schulz (li)

© APA/EPA/JULIEN WARNAND

Europawahl
05/07/2014

Wer bitte sind nochmal Juncker und Schulz?

In einer Umfrage gaben 31 Prozent der befragten Österreicher an weder Juncker noch Schulz zu kennen.

Noch knapp drei Wochen, dann wird gewählt. Aber wer soll´s werden? Der grinsende Herr links oder der lächelnde Mann auf der rechten Seite? Die beiden aussichtsreichsten Kandidaten für das Amt des EU-Kommissionspräsidenten, Jean-Claude Juncker und Martin Schulz, haben in Österreich noch viel Überzeugungsarbeit vor sich. Einer am heutigen Mittwoch veröffentlichten Umfrage der Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE) zufolge sprechen sich nur 32 Prozent für einen der beiden Kandidaten aus. Juncker (18 Prozent) liegt dabei vor Schulz (14 Prozent).

"Dass der Wahlausgang diesmal über den nächsten Kommissionspräsidenten entscheidet, ist hierzulande noch nicht ausreichend gesickert", kommentiert ÖGfE-Leiter Paul Schmidt das zwei Wochen vor der Europawahl veröffentlichte Ergebnis. 31 Prozent der Befragten hätten gar angegeben, die Namen Juncker und Schulz nicht zu kennen. 22 Prozent antworteten, keinen der beiden als künftigen EU-Kommissionspräsidenten sehen zu wollen. 15 Prozent der Befragten hätten sich nicht geäußert.

Unwissenheit und Ansporn

Allerdings sehen 22 Prozent der Befragten das Match um den nächsten EU-Kommissionspräsidenten als zusätzliche Motivation, an den Europawahlen am 25. Mai teilzunehmen. Heuer haben sich die großen Fraktionen im Europaparlament erstmals auf europaweite Spitzenkandidaten verständigt, die den Anspruch auf das Amt des Kommissionspräsidenten stellen. Der Leiter der Brüsseler Behörde wird vom Europaparlament gewählt, allerdings auf Vorschlag der EU-Staats- und Regierungschefs. Diese müssen bei ihrem Vorschlag aber den Ausgang der Europawahl berücksichtigen. In den Umfragen liefern sich derzeit Junckers konservative Europäische Volkspartei (EVP) und die Sozialdemokraten (SPE) von Schulz ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Die Umfrage wurde von der Sozialwissenschaftlichen Studiengesellschaft (SWS) im April an 558 Personen telefonisch durchgeführt. Die Schwankungsbreite beträgt etwa 4,2 Prozent.

Was hat es mit der EU-Wahl auf sich? Hier gibt es Aufklärung.

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