Politik | Ausland
09.06.2014

Was die Königshäuser kosten

Die Royals bekommen zweistellige Millionenbeträge pro Jahr. Die Spanier sind am preisgünstigsten.

In Krisenzeiten müssen auch Königshäuser sparen. Doch die meisten europäischen Monarchen bekommen – trotz aller Budgetkürzungen in den vergangenen Jahren – weiterhin jährlich zweistellige Millionenbeträge. Das Ranking zeigt, wie viel die Königshäuser die Steuerzahler jährlich kosten.

Auf Platz 1 rangiert Elizabeth II.: Das britische Königshaus hat ein Jahresbudget von 44,4 Millionen Euro. Das Privatvermögen der Queen – die als äußerst sparsam gilt – wird auf 1,8 Milliarden Euro geschätzt. Die Königin lässt aus Kostengründen nicht einmal den Buckingham Palast sanieren, obwohl dieser immer baufälliger wird.

AufPlatz 2liegt König Harald V. von Norwegen: Der Monarch kostet die Steuerzahler 42,7 Millionen Euro pro Jahr. Das Privatvermögen der königlichen Familie wird mit etwa 141 Millionen Euro beziffert. König Harald ist der europäische Monarch, der am meisten mit Politik zu tun hat: Er leitet ein Mal wöchentlich die Regierungssitzungen. Seine Frau Sonja wird vor allem wegen ihrer Volksnähe und ihrer Naturverbundenheit geschätzt.
AufPlatz 3liegt König Willem-Alexander. Das niederländische Königshaus hat ein jährliches Budget von 38,1 Millionen Euro. Was das Privatvermögen des Hauses Oranje betrifft, gehen die Schätzungen weit auseinander: Offiziell sind es 217 Millionen Euro, in Medien wurden den Royals zu 2,5 Milliarden Euro zugeschrieben. Willem-Alexander, 47, ist seit gut einem Jahr König. Seine Frau Maxima, 43, und er sind im Land sehr beliebt.
AufPlatz 4rangiert König Carl XVI. Gustaf. Die schwedischen Royals kosten die Steuerzahler 14 Millionen Euro pro Jahr. Das Privatvermögen des Königshauses wird auf etwa 793 Millionen Euro geschätzt. Viele Menschen meinen, der König solle zugunsten seiner Tochter Victoria abdanken.
AufPlatz 5liegt König Philippe. Das belgische Herrscherhaus hat ein Jahresbudget von 13,9 Millionen Euro. Doch noch nicht einmal die Heizkosten der königlichen Gebäude sind in diesem offiziellen Budget enthalten – Schätzungen zufolge kostet die belgische Monarchie rund 30 Millionen Euro. Das Privatvermögen der Royals wird – offiziell– mit rund 12,4 Millionen Euro angegeben.
AufPlatz 6liegt Königin Margrethe. Die dänische Monarchin verfügt über ein Budget von 13,2 Millionen Euro jährlich. Immer wieder monieren die Bürger, dass ihnen die Royals zu teuer sind – obwohl Margrethe im Volk hohes Ansehen genießt. Das Privatvermögen der königlichen Familie wird auf 146 Millionen Euro geschätzt.
AufPlatz 7liegt König Juan Carlos, der jüngst zugunsten seines Sohnes Felipe abdankte. Das spanische Königshaus kostet die Steuerzahler offiziell etwa 8,2 Millionen Euro jährlich. Die tatsächlichen Kosten liegen jedoch viel höher: Laut Handelsblattübernimmt der Regierungspräsident zusätzlich die Kosten für die Instandhaltung des Zarzuela-Palastes, des Wohnsitzes der Familie, die Stromrechnung und das Gehalt für mehr als 130 Mitarbeiter. Das Privatvermögen des Herrscherhauses wird auf 1,7 Milliarden Euro geschätzt.