Politik | Ausland 28.11.2016

EU verlängert Einsatz gegen Seeräuber

Bundeswehrsoldaten demonstrieren auf See vor Dschibuti ein Bootsmanöver. © Bild: dapd/Axel Schmidt

Gefahr neuer Angriffe noch immer nicht vollständig gebannt.

Der europäische Anti-Piraten-Einsatz am Horn von Afrika ist um weitere zwei Jahre verlängert worden. Trotz erheblicher Fortschritte im Kampf gegen die Seeräuberei sei die Gefahr neuer Angriffe noch immer nicht vollständig gebannt, erklärte die EU am Montag zu der Entscheidung. Erst am 22. Oktober hätten sechs bewaffnete Männer vor der Ostküste Somalias einen koreanischen Chemietanker überfallen.

Die deutsche Bundeswehr beteiligt sich derzeit mit einem Aufklärungsflugzeug vom Typ P-3C Orion an dem Einsatz vor der Ostküste Afrikas. Das aktuelle Bundestagsmandat erlaubt bis Ende Mai 2017 die Entsendung von bis zu 600 deutschen Soldaten - mit der P-3C Orion waren zuletzt rund 40 an der Mission im Indischen Ozean beteiligt.

Ziel der bereits 2008 gestarteten Atalanta-Operation ist es, die Piraten im Seegebiet bis zu 500 Seemeilen vor der Küste Somalias und seiner Nachbarländer abzuschrecken und die Seeräuberei einzudämmen. Dass der Plan aufgeht, zeigen aus Brüsseler Sicht die Zahlen. Zuletzt waren weder Schiffe noch Geiseln in der Hand somalischer Piraten - Anfang 2011 gab es noch 32 gekaperte Schiffe und mehr als 700 Geiseln, für die hohe Lösegeldzahlungen verlangt wurden.

Die Fregatte 'Köln'
Niedersachsen/ ARCHIV: Die Fregatte "Koeln" (F 211) der Deutschen Bundesmarine verlaesst in Wilhelmshaven den Marinehafen und ma… © Bild: dapd/Focke Strangmann
( Agenturen , kob ) Erstellt am 28.11.2016