Tunesische Jugendliche.

© APA/AFP/FETHI BELAID

Europäische Union
09/29/2016

EU unterstützt Tunesien 2017 mit 300 Mio. Euro

EU-Kommissar Hahn: Jugend des Landes sei gebildet, aber stark von Arbeitslosigkeit betroffen.

Die EU will für Tunesien im kommenden Jahr 300 Millionen Euro bereitstellen, um den Übergang zur Demokratisierung in dem nordafrikanischen Staat zu unterstützen. Bis 2020 sollen zusätzlich 800 Millionen Euro jährlich von den europäischen Finanzinstitutionen mobilisiert werden, heißt es in einer Mitteilung des EU-Nachbarschaftskommissars Johannes Hahn und der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini.

Vor allem in die wirtschaftliche Entwicklung der Jugend in Tunesien will die EU investieren. Die Jugend des Landes zähle zu den am meisten gebildeten, aber am stärksten von der Arbeitslosigkeit betroffenen, sagte Hahn.

Die jungen Menschen seien 2011 auf die Straßen gegangen, nicht nur, um für demokratische Rechte und Freiheiten zu demonstrieren, sondern auch für eine besser Zukunft und konkrete Lebensperspektiven, sagte der EU-Kommissar. "Während die Revolution bei Bürgerrechten zu Ergebnissen geführt hat, muss das neue demokratische Tunesien seine wirtschaftlichen und sozialen Strukturen transformieren."

Verwaltung reformieren, Korruption bekämpfen

Weitere Prioritäten der EU-Hilfe sind die Unterstützung der Bürgergesellschaft, die Verwaltungsreform, das Migrationsmanagement, der Kampf gegen die Korruption und Sicherheitsfragen.

Freihandelsabkommen mit Tunesien

Die EU will außerdem das Wirtschaftsklima durch Abschluss eines umfassenden Freihandelsabkommens mit Tunesien verbessern. Die Verhandlungen sollen bis 2019 abgeschlossen sein, heißt es in der Mitteilung.

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