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Europäische Kommission
06/13/2014

Schulz will EU-Kommissar werden

Schulz will nach der EU-Wahl-Niederlage weiterhin "wichtigen" Posten in der Kommission.

Der Spitzenkandidat der Sozialdemokraten bei der Europawahl, Martin Schulz, will weiterhin Mitglied der neuen EU-Kommission werden. Auf jeden Fall erhob Schulz in der Süddeutschen Zeitung vom Freitag für sich Anspruch auf eine Spitzenposition in der EU. "Ich werde sicher eine wichtige Rolle auf der europäischen Ebene spielen", sagte der SPD-Politiker.

Schulz unterstützt Juncker

Die europäischen Sozialdemokraten mit Schulz waren bei der Europawahl der Europäischen Volkspartei (EVP) mit ihrem Spitzenkandidaten Jean-Claude Juncker unterlegen. Dessen Anspruch auf das Amt des Kommissionspräsidenten wird von Schulz und anderen Sozialdemokraten unterstützt, während Juncker in den Reihen der EVP selbst sowie besonders bei den britischen Konservativen auf Vorbehalte stößt.

Die Mehrheitsbildung für Juncker werde "viel einfacher mit einem Platz für mich in der Kommission als ohne einen Platz für mich in der Kommission", sagte Schulz nun der SZ. Er hob hervor, es gehe jetzt darum, die proeuropäischen Kräfte im Europaparlament zusammenzubringen. "Da kann ich eine konstruktive und hilfreiche Rolle spielen."

Keine Rückendeckung von Merkel

Auf Unterstützung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kann Schulz allerdings offensichtlich nicht zählen. Medienberichten zufolge will Merkel eine Berufung des SPD-Politikers in die Kommission vielmehr verhindern. Auch der derzeit von Deutschland gestellte EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU) hat wiederholt erklärt, seinen Posten behalten zu wollen. Deutschland steht nur ein EU-Kommissar zu.

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