Juncker

© APA/STEPHEN MORRISON

Brüssel
10/10/2014

EU-Kommission: Bulc ersetzt Bratušek

Die bisherige slowenische Entwicklungsministerin Violeta Bulc wird neue Kommissarskandidatin.

Nach dem Rücktritt von Alenka Bratušek hat die slowenische Regierung die bisherige Entwicklungsministerin Violeta Bulc als ihre Nachfolgerin für den Posten des Landes in der EU-Kommission nominiert. Dies gab der slowenische Premier Miro Cerar am Freitag bei einer Pressekonferenz in Ljubljana bekannt.

Welchen Posten Bulc in der Kommission einnehmen wird, konnte der Premier noch nicht sagen. Auch Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, mit dem Cerar bereits im Kontakt stand, hätte sich noch nicht dazu geäußert. Er hoffe jedoch auf ein starkes Ressort für Slowenien, so Cerar. Er sei überzeugt, dass die 50-Jährige alle nötigen Kompetenzen für den Top-Job habe.

"Herr Juncker kennt sie nicht"

Juncker wird erst nach einem Gespräch mit Violeta Bulc über deren etwaiges Ressort in seinem Gremium entscheiden. "Herr Juncker kennt sie nicht", unterstrich ein Juncker-Sprecher am Freitag in Brüssel. Man habe erst vor wenigen Minuten offiziell von Bulcs Nominierung gehört. "Wenn die Nominierung offiziell vor den Präsidenten gebracht wird, möchte er mit Frau Bulc Anfang kommender Woche sprechen", so sein Sprecher. Einstweilen gelte die vom designierten Kommissionspräsidenten vor zwei Wochen präsentierte Ressortverteilung weiterhin - bis zum Gespräch mit Bulc.

Quereinsteigerin

Die Entscheidung sei nicht einstimmig gefallen, räumte der slowenische Ministerpräsident ein. Trotzdem erwartet er deshalb keine Spannungen in der Koalition. Medienberichten zufolge haben die Minister aus den Reihen der Sozialdemokraten (SD) und der Pensionistenpartei (DeSUS) die Kandidatin nicht unterstützt. Sie gilt als Quereinsteigerin und war vor ihrer Nominierung zur Entwicklungsministerin nicht in der Politik tätig.

Eine Nachnominierung Sloweniens war durch den Rücktritt der bisherigen Kommissarsanwärterin Alenka Bratušek am Donnerstag nötig geworden. Die zuständigen Ausschüsse des Europaparlaments hatten die frühere Premierministerin abgelehnt.

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