Ahmet Davutoglu hat schwierige Gespräche vor sich.

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Türkei
07/09/2015

Erdogan erteilt Auftrag zur Regierungsbildung

AKP-Chef Davutoglu muss innerhalb von 45 Tagen Ergebnisse vorlegen - das wird schwierig.

Mehr als einen Monat nach der türkischen Parlamentswahl hat Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan den Chef der islamisch-konservativen AKP und Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu mit der Regierungsbildung beauftragt.

Die AKP war aus den Parlamentswahlen am 7. Juni als stärkste Kraft hervorgegangen, verlor jedoch ihre absolute Mehrheit. Davutoglu muss nun innerhalb von 45 Tagen eine Koalitionsregierung bilden. Sollte das nicht gelingen, könnte es im November zu Neuwahlen kommen.

Die AKP kommt im neuen Parlament auf 258 Sitze. Mögliche Koalitionspartner sind die zweitplatzierte Mitte-Links-Partei CHP (132 Sitze) oder die ultrarechte MHP (80 Sitze). MHP-Chef Devlet Bahceli hatte zuletzt jedoch deutlich gemacht, dass er die Oppositionsarbeit bevorzuge.

Die pro-kurdische HDP, die erstmals ins Parlament einzog und ebenfalls mit 80 Abgeordneten vertreten ist, hatte eine Zusammenarbeit mit der AKP bereits vor der Wahl ausgeschlossen. Davutoglu sagte am Donnerstag, er wolle in der kommenden Woche die Parteien zu Koalitionsgesprächen aufsuchen.

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