Politik | Ausland
13.06.2017

Deutschland wurde durch Migration "verjüngt"

Das Durchschnittsalter in Deutschland ist um einen Monat auf 44 Jahre und drei Monate gesunken.

Im Jahr 2015 ist das Durchschnittsalter in Deutschland erstmals seit der Wiedervereinigung leicht gesunken. Wie das deutsche Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte, betrug das durchschnittliche Alter Ende des Jahres 44 Jahre und drei Monate. Ein Jahr zuvor hatte es noch bei 44 Jahren und vier Monaten gelegen.

Der Zuwachs um rund 978.000 Menschen und die "Verjüngung" der Gesamtbevölkerung war vor allem auf Migration und die Aufnahme von Flüchtlingen zurückzuführen: Während die deutsche Bevölkerung weiter alterte und Ende 2015 ein durchschnittliches Alter von 45 Jahren erreichte, betrug der Altersdurchschnitt der Bevölkerung ohne deutschen Pass 37 Jahre und fünf Monate.

Die Menschen, die aus Krisengebieten stammten, waren deutlich jünger als in den Vorjahren. Waren sie im Jahr 2014 durchschnittlich 29 Jahre und sechs Monate alt, sank ihr Alter im Jahr 2015 auf 26 Jahre und fünf Monate. Besonders deutlich war dieser Rückgang bei Menschen aus Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien.