Der künftige US-Präsident Donald Trump.

© APA/AFP/JIM WATSON

Lockheed Martin
12/23/2016

Donald Trump setzt US-Rüstungskonzern Lockheed Martin unter Druck

Nun ist der Rüstungskonzern Lockheed Martin an der Reihe: Der künftige US-Präsident Donald Trump will statt der F-35 Kampfjets nun ein Preisangebot von Boeing für die billigere F-18 einholen.

Der künftige US-Präsident Donald Trump setzt den Rüstungskonzern Lockheed Martin wegen der Kosten für das Kampfflugzeug F-35 unter Druck. Da das F-35-Programm immer teurer werde, habe er Boeing gebeten, ein Preisangebot für das ältere Modell F-18 "Super Hornet" zu unterbreiten, teilte Trump am Donnerstag per Twitter mit.

Lockheed äußerte sich nicht dazu. Am Mittwoch hatte Trump sich mit den Chefs von Lockheed und Boeing getroffen.

Kosten von 379 Milliarden US-Dollar

Das F-35-Programm ist ein wesentlicher Umsatzbringer für das Unternehmen und machte im vergangenen Jahr rund 20 Prozent der Gesamterlöse von 46,1 Milliarden Dollar aus (44,14 Mrd. Euro). Die Kosten für das Programm sind unter anderem wegen technischer Probleme auf geschätzte 379 Milliarden Dollar gestiegen.

Das Flugzeug ist allerdings viel moderner als die F-18. Im Gegensatz zur F-18 verfügt es über die sogenannte Stealth-Technologie, die es für Radaranlagen unsichtbar machen soll. Gerade diese Technologie ist aber auch der Kostentreiber. Allerdings ist ihre Brauchbarkeit bisher nicht nachgewiesen worden.

Zuvor hatte Trump nach eigenen Angaben Boeing das Versprechen abgerungen, dass die Kosten für die künftigen Flugzeuge des US-Präsidenten nicht die Marke von vier Milliarden Dollar übersteigen werden. Er hatte mit dem Gedanken gespielt, die Bestellung für die neue Version der Air Force One zu stornieren.

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