Politik | Ausland
10.05.2017

Deutschland: Razzia gegen mutmaßliche Islamisten

Nach Angaben der Bundesanwaltschaft gab es aber keine Festnahmen.

Mit Razzien in mehreren Bundesländern ist die Bundesanwaltschaft am Mittwoch gegen drei mutmaßliche Mitglieder und Unterstützer der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) vorgegangen.

Durchsuchungen von Wohnungen und anderer Räumlichkeiten hätten in Bayern, Berlin, Sachsen und Sachsen-Anhalt stattgefunden, sagte ein Sprecher in Karlsruhe. Zwei der Personen werde eine Mitgliedschaft im IS und der dritten die Unterstützung des IS zur Last gelegt. Darüber hinaus werde gegen zwei Beschuldigte wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt. Festnahmen erfolgten den Angaben der Bundesanwaltschaft zufolge nicht.

An den Razzien waren Beamte der Landeskriminalämter in Bayern, Berlin, Sachsen und Sachsen-Anhalt sowie des Polizeipräsidiums Oberpfalz beteiligt. Ein Polizeisprecher in Leipzig bestätigte, dass am frühen Morgen in der Stadt in Amtshilfe für die Bundesanwaltschaft mehrere Objekte durchsucht worden seien.

Bundesinnenminister Thomas de Maiziere sagte, die Razzien zeigten, dass die Sicherheitsbehörden gerade auch in letzter Zeit „im Bereich des internationalen Terrorismus entschlossen zugreifen“.