Berlin/ ARCHIV: Der fruehere Bundespraesident Christian Wulff nimmt im Bendlerblock in Berlin an der Gedenkveranstaltung anlaesslich des 68. Jahrestages des Attentats- und Umsturzversuchs gegen Adolf Hitler (1889-1945) teil (Foto vom 20.07.12). Bei den Ermittlungen gegen Ex-Bundespraesident Christian Wulff zeichnet sich laut "Bild"-Zeitung ein Abschluss ab. Ende September wolle die Staatsanwaltschaft Hannover entscheiden, ob Anklage gegen das fruehere Staatsoberhaupt erhoben werde, berichtet die Zeitung (Dienstagausgabe vom 24.07.12) mit Verweis auf Justizkreise. (zu dapd-Text) Foto: Axel Schmidt/dapd

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Deutschland
08/25/2013

Prozess gegen Christian Wulff?

Laut Medien soll die Anklage wegen Vorteilsnahme zugelassen werden.

Am Montag entscheidet sich, ob dem deutschen Ex-Bundespräsidenten Christian Wulff, 54, der Prozess gemacht wird. Die Zeitung Bild am Sonntag berichtete nun, dass der zuständige Richter die Anklage zulassen, den Vorwurf der Bestechlichkeit aber auf Vorteilsnahme herabstufen werde. Die Welt hatte zuvor berichtet, der Prozess solle am 1. November beginnen, der Vorwurf der Bestechlichkeit sei jedoch vom Tisch. Die Staatsanwaltschaft Hannover hatte Wulff im April wegen Bestechlichkeit angeklagt.

Hintergrund der Vorwürfe ist Wulffs Verbindung zu dem Filmproduzenten David Groenewold, dem Bestechung vorgeworfen wird. Groenewold hatte 2008 einen Teil der Kosten für einen Oktoberfestbesuch des Ehepaars Wulff übernommen. Christian Wulff, damals niedersächsischer Ministerpräsident, will davon laut eigenen Angaben nichts gewusst haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Groenewold Wulff motivieren wollte, beim damaligen Siemens-Chef Peter Löscher für eines seiner Filmprojekte um Geld zu werben, was Wulff später auch tat.

Ob es wirklich zum Prozess kommt, blieb bis zuletzt unklar. Laut Bild am Sonntag könnten die Angeklagten erreichen, dass das Verfahren eingestellt wird, wenn sie eine Geldbuße zahlen. Der Richter wolle ein derartiges Angebot unterbreiten, hieß es. Wulff und Groenewold hatten Ähnliches jedoch schon zurückgewiesen. Laut ihren Anwälten wollen sie eine Einstellung des Verfahrens erreichen.

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