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Unruhen
09/20/2013

Deutsche TUI storniert Ägypten-Reisen bis 15. Oktober

TUI Österreich fliegt frühestens ab 24. Oktober wieder ins Land am Nil.

Der deutsche Touristikkonzern TUI hat alle Ägypten-Reisen bis zum 15. Oktober abgesagt. Damit reagiert Europas größter Reiseveranstalter anders als seine Konkurrenten, die in den vergangenen Tagen angekündigt hatten, ab dem 30. September wieder Reisen nach Ägypten anzubieten. Es sei unklar, wann sich die Einschätzung des deutschen Auswärtigen Amtes verändere, teilte TUI am Freitag mit. Die Behörde rät derzeit - ebenso wie das österreichische Außenministerium - von Reisen in das Land ab.

TUI Österreich will seine Reisen nach Ägypten frühestens ab dem 24. Oktober wieder aufnehmen. "In Österreich ist die Reisewarnung unverändert aufrecht", erklärte Unternehmenssprecher Josef Peterleithner. Er rechnet damit, dass die Reisewarnungen aber in den nächsten Wochen zumindest gelockert werden. Die Kunden können ihre Ägypten-Reisen derzeit kostenlos stornieren bzw. umbuchen. Dies sei nun deutlich leichter sei als es noch Ende August war, betonte Peterleithner, der auch Präsident des Österreichischen Reisebüroverbands (ÖRV) ist.

Armee stürmt Unruhegebiet

Das Sicherheitsrisiko ist nach wie vor hoch. Die ägyptischen Sicherheitskräfte gehen zurzeit massiv gegen militante Anhänger des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi vor. Am Donnerstag rückten Armee und Polizei in die Ortschaft Kerdasa bei Kairo ein, um das Gebiet wieder unter ihre Kontrolle zu bringen. Bei heftigen Schusswechseln mit Islamisten wurde ein Polizei-General getötet. Mindestens neun Polizisten und Soldaten wurden durch eine Handgranate verletzt.

In Kerdasa gab es seit dem Angriff von Islamisten auf die dortige Polizeiwache am 14. August keine staatliche Gewalt mehr. Als Reaktion auf die gewaltsame Auflösung von Protestcamps der Mursi-Anhänger in Kairo hatten militante Islamisten damals die Polizeiwache mit Panzerfäusten beschossen und niedergebrannt. Elf Polizisten kamen ums Leben. Seitdem brennt es in Ägypten an vielen Ecken. Die Übergriffe militanter Islamisten nehmen nach offiziellen Angaben zu. Auf der Sinai-Halbinsel geht die Armee gegen radikale Gruppen vor. Auch im Nil-Tal kam es zu Bombenanschlägen und Schießereien. Zwei Soldaten wurden dort dabei am Dienstag getötet. In Kairo entschärften am Donnerstag Experten zwei Sprengsätze in der U-Bahn. Die Behörden sprechen von einem neuen Krieg gegen den Terrorismus.
Seit dem 14. August herrscht in Ägypten der Ausnahmezustand. In vielen Teilen des Landes gilt eine nächtliche Ausgangssperre. Sie soll allerdings ab Samstag um eine Stunde verkürzt werden und gilt dann erst ab Mitternacht statt wie bisher ab 23.00 Uhr.

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