Politik | Ausland
29.03.2017

Clinton attackiert Trump: "Schadet Land und Menschen"

Hillary Clinton hat wieder die Polit-Arena betreten - und strebt vielleicht sogar ein neues politisches Amt an.

Was macht eigentlich Hillary Clinton? Nun, sie macht so weiter, wie sie aufgehört hat: Als er erbitterte Gegnerin Donald Trumps. Dass der mittlerweile US-Präsident und Clinton ohne Funktion bei den Demokraten ist? Geschenkt.

Nachdem sie vergangene Woche bereits ihrer über das Scheitern von Donald Trumps Plan, das als "Obamacare" bekannt gewordene Krankenversicherungssystem der USA zu ersetzen, Ausdruck verlieh, holte sie bei einer Rede am für Unternehmerinnen aus San Francisco Dienstagabend nun zum Frontalangriff gegenüber Trump aus. "Das ist schlechte Politik", sagte Clinton im Bezug auf Trumps (versuchten) Einwanderungsstopp für Menschen aus sieben, überwiegend muslimischen Ländern. "Sie wird nicht nur den Menschen schaden, sondern das Land auch in die falsche Richtung lenken."

Es war Clintons erste öffentliche Rede nach ihrer Wahlniederlage im November 2016. Dass sie diese vor Unternehmerinnen halten dürfe, erfülle sie mit Freude, sagte Clinton Richtung Publikum - allesamt Frauen aus der Tech-Branche. "Es gibt keinen Ort, an dem ich lieber wäre", scherzte die 69-Jährige. "Außer im Weißen Haus."

Clinton zeigte sich, wie schon im Wahlkampf, als Kämpferin für Frauenrechte und kritisierte unter anderem, dass der Anteil von Frauen in Trumps Kabinett der "geringste seit einer Generation" sei. Tatsächlich hat Trump vier Frauen ernannt. So viele wie George W. Bush in seiner ersten Amtszeit (2000 – 2004).

Auch den Pressesprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, kritisierte Clinton. Dieser hatte eine langjährige Korrespondentin bei einer Pressekonferenz darauf hingewiesen, dass sie bitte nicht ihren Kopf schütteln möge, wenn er antworte. Eine kleine Episode aus dem täglichen Pressebriefing, möchte man meinen. Der Zwischenfall wird Spicer in den US-Medien aber gerade als "Tadelung" ausgelegt.

"Viel zu viele Frauen haben lebenslange Übung darin, mit solchen Demütigungen umzugehen", sagte Clinton. "Es ist auch nicht so, als wüsste ich nichts von den bösartigen Sachen, die sie über mich gesagt haben. Einiges davon war sogar durchaus kreativ. Aber letztlich macht man einfach weiter."

Wo Clinton auch politisch weitermacht? Möglicherweise als demokratische Kandidatin für das Bürgermeisteramt in New York. Zumindest lauten so die Gerüchte, die erstmals Anfang Jänner in den US-Medien aufgetaucht sind. Clinton wollte das bis dato noch nicht kommentieren.