Politik | Ausland
22.01.2018

Chef der Jewish Agency unterstützt FPÖ-Boykott durch IKG

In diesem Zusammenhang hat er explizit die jüdische Gemeinde in Österreich und ihren Boykott der FPÖ erwähnt und hervorgehoben.

In der wöchentlichen Regierungssitzung am Sonntag in Jerusalem hat der Vorsitzende der Jewish Agency, der offiziellen Einwanderungsbehörde Israels, Nathan Sharansky, dafür geworben, rechtsextreme und rechtspopulistische Parteien ebenso wie linke Israel-Hasser zu meiden. In diesem Zusammenhang hat er explizit die jüdische Gemeinde in Österreich und ihren Boykott der FPÖ erwähnt und hervorgehoben.

In der Sitzung der israelischen Regierung wurde über Antisemitismus wenige Tage vor dem Gedenktag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau (27. Jänner 1945) diskutiert.

Doppelzüngigkeit

Sharansky wies in seiner Rede auf ein „neues und alarmierendes Phänomen“ hin: Auf ein „Erstarken und Verfestigen rechtsradikaler Parteien in Europa“, die mit doppelten Standards agieren. Auf der einen Seite unterstützen sie Israel, auf der anderen Seite setzen sie sich für antisemitische Maßnahmen von Regierungen ein (Verbot religiöser Beschneidung und Schächten) und rehabilitieren Nazi-Soldaten. „Wir brauchen solche Doppelzüngigkeit nicht, weder von rechter noch von linker Seite“, sagte Sharansky.