Philipp Mißfelder war seit 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages.

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Deutschland
07/13/2015

CDU-Politiker Philipp Mißfelder ist tot

Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion ist an einer Lungenembolie gestorben.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Philipp Mißfelder ist tot. Der 35-Jährige außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion starb in der Nacht zum Montag an einer Lungenembolie. Er hinterlässt eine Ehefrau und zwei Kinder. Mißfelder war seit 2005 Bundestagsabgeordneter und seit 2009 außenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion. Von 2002 bis 2014 führte er die Junge Union Deutschlands als Vorsitzender.

Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) erklärte: „Wir sind bestürzt, fassungslos und traurig. (...) Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion verliert einen ihrer profiliertesten Außenpolitiker und ich persönlich einen Freund, der mich auf vielen meiner Reisen begleitet hat.“ Mißfelder sei ein überzeugter Freund Israels gewesen. Kauder ergänzte: „Mit großem Engagement setzte er sich für die transatlantischen Beziehungen ein. Außerdem war er ein ausgewiesener Kenner der Situation in Osteuropa und in Russland. Darüber hinaus verfügte er über herausragende Kontakte in Asien.“

Empfang für Schröder

Für erhebliche Irritationen auch in den Unionsreihen hatte Mißfelder 2003 gesorgt, als er infrage stellte, ob 85-Jährige noch auf Kosten der Solidargemeinschaft künstliche Hüftgelenke bekommen sollten. 2014 stieß seine Teilnahme an einem Geburtstagsempfang für Altkanzler Gerhard Schröder mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in St. Petersburg auf Kritik.

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer schrieb am Montag im Kurznachrichtendienst Twitter: „Ein guter Freund geht viel zu früh.“ Der Grünen-Politiker Konstantin von Notz erklärte dort: „Ich bin bestürzt und traurig über den Tod des Kollegen Philipp Mißfelder.“

Er ist der zweite prominente Außenpolitiker, den die Union innerhalb von sieben Monaten verliert. Am 13. Dezember starb Fraktionsvize Andreas Schockenhoff. Mißfelder wurde am 25. August 1979 in Gelsenkirchen geboren. 1993 trat er der Jungen Union bei, 1995 dann der CDU. Von 2002 bis 2014 war er Bundesvorsitzender der Jungen Union, zuletzt war er außenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag. Dem Parlament gehörte er seit 2005 an.

Lesen Sie bitte auf kurier.at/gesundheit mehr über die Erkrankung im Allgemeinen.

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