Polizei auf der Straße

© APA/LYNN BO BO

Burma/Myanmar
10/19/2013

Schwieriger Weg zur Demokratie

Trotz Übergangsphase sind die Verhältnisse in dem südostasiatischen Land immer noch nicht stabil.

Seit zwei Jahren befindet sich Burma (Myanmar) in einer Übergangsphase. 2011 löste eine zivile Regierung das 50 Jahre mit eiserner Hand regierende Militär an der Spitze des Staates ab. Die Zensur wurde gelockert, die Macht des Militärs eingeschränkt, politische Gefangene freigelassen. Darunter Oppositionspolitikerin Aung San Suu Kyi.

Doch stabil sind die Verhältnisse in dem südostasiatischen Land mit 55 Millionen Einwohnern immer noch nicht. Trotz reicher Bodenschätze lebt jeder dritte Burmese an der Armutsgrenze. Mitglieder der muslimischen Minderheit werden von fundamentalistischen Buddhisten unterdrückt, vertrieben, getötet. Das Land öffnet sich ökonomisch Richtung Westen, während im Bildungs- und Gesundheitswesen kaum etwas weitergeht. Ein Viertel der Parlamentssitze sind für das Militär reserviert. „Wenn etwas schief geht, übernimmt das Militär wieder die Macht“, befürchtet der burmesische Lehrer Valerio Rireh.

Hilfe aus Österreich

Das päpstliche Hilfswerk Missio engagiert sich in Burma. Im Zuge des „Weltmissions-Sonntags“ (am 20. 10.) lud die Hilfsorganisation den Erzbischof von Yangon, Charles Maung Bo, den Lehrer Valerio Rireh und die Ordensschwester Margaret Maung nach Österreich ein. In Wien teilten sie ihre Eindrücke aus ihrer Heimat mit Schülern, Pfarren und der Presse.

„Vor 50 Jahren hat die Regierung unsere Neugierde getötet“, sagt Rireh. Bestrafungen seien an der Tagesordnung. Rireh bildet Lehrer aus und wünscht sich eine Reform des Bildungssystems. Schwester Margaret setzt sich für Frauenbildung – etwa mit Computerkursen – ein. „Weil sie keine Jobs bekommen, gehen viele als Sexarbeiterinnen ins Ausland“, sagt sie. Und Erzbischof Bo mahnt in Zeiten der Öffnung: „Wir müssen aufpassen, dass Myanmar nicht ein Platz wird, wo Glücksritter nur auf ihren eigenen Profit aus sind. Unsere Ressourcen müssen den Ärmsten zugute kommen.“ (Spenden: Päpstliche Missionswerke, Ktnr.: 7.015.500, BLZ: 60.000)

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