Politik | Ausland
21.06.2017

Brüssel-Attentäter sympathisierte offensichtlich mit Terrormiliz IS

Es gebe entsprechende Hinweise, teilte die Staatsanwaltschaft nach der Durchsuchung der Wohnung des Mannes mit.

Der am Dienstagabend in Brüssel getötete Attentäter sympathisierte nach ersten Ermittlungen mit der Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS). Es gebe entsprechende Hinweise, teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwochabend nach einer Durchsuchung der Wohnung des Mannes mit. Dabei seien auch Chemikalien und andere Materialien gefunden worden, die zum Bau eines Sprengsatzes benutzt werden könnten.

Reportage: "Schon ein bisschen mulmig"

Der aus Marokko stammende Attentäter hatte laut Staatsanwaltschaft am Vorabend versucht, im Brüsseler Zentralbahnhof einen Anschlag zu verüben. Vermutlich weil sein Sprengsatz nicht wie geplant funktionierte, gab es allerdings keine Opfer unter Reisenden. Der Mann habe den Sprengsatz vermutlich in seiner Wohnung gebaut, teilten die Ermittler mit. Er lebte in der Brüsseler Gemeinde Molenbeek, die als Islamisten-Hochburg bekannt ist.

Hintergründe zum vereitelten Anschlag in Brüssel finden Sie hier