Protesters gather near a line of security blocking a road that leads to Maracana stadium in Rio de Janeiro, Brazil, Sunday, June 30, 2013. Anti-government protesters marched Sunday near the Maracana football stadium before a major international match, venting their anger about the billions of dollars the Brazilian government is spending on major sporting events rather than public services. (AP Photo/Felipe Dana)

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Proteste
07/02/2013

Brasilien: Unmut auch nach Confed-Cup

Bereits wochenlange Demonstrationen gegen Verschwendung der Steuermitteln - auch Indigene schließen sich Protest an.

Der Confed-Cup ist vorbei. Aber Anlass für weitere Proteste gibt es in Brasilien genug: Die soziale Ungleichheit ist riesig, trotz Boom und linker Politik.

Seit Wochen dauern die Demonstrationen bereits an - wiederholt kam es zu gewaltsamen Zusammenstößen. Der Unmut richtet sich gegen die Verschwendung von Steuermitteln für prestigeträchtige Sportveranstaltungen, gegen soziale Missstände und Korruption in der Politik. Die Kosten der Fußball-WM kommendes Jahr in Brasilien werden auf umgerechnet 11,5 Milliarden Euro veranschlagt. Auch übertriebene Polizeigewalt hatte die Demonstranten aufgebracht. Die brasilianische Regierung steht angesichts der Demonstrationen mit insgesamt mehr als einer Million Teilnehmern unter erheblichem Druck.

Indigene fordern Rechte

Brasilianische Indigene schlossen sich den Demonstranten im Land ebenfalls an, um ein Ende der Angriffe auf die Rechte indigener Völker durch die Regierung zu fordern. Das teilte die NGO "Survival International" am Montag in einer Aussendung mit. Davi Kopenawa, ein Sprecher der Yanomami, und die Studentenbewegung Movimento Passe Livre (MPL) sprachen sich gegen Schritte der Regierung ausgesprochen, die hart erkämpften Rechte indigener Völker in der Verfassung zu schwächen,

In einer Videobotschaft erklärte Davi Kopenawa: “Ich bin verärgert über die Fehler der Regierung. Die brasilianischen Behörden haben kein Interesse daran, dass die indigenen Völker in Frieden leben können. Und sie will auch den Menschen aus der Stadt nicht helfen.” Er erklärte weiter: “In meiner Welt ist die Natur bei mir und hört zu. Sie sieht die Fehler der Behörden in diesem Land. Sie sollten unser Land respektieren, die Menschen in der Stadt respektieren, die Gemeinden und die Rechte indigener Völker respektieren.”

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