An Iraqi soldier inspects a Sunni mosque at the site of a suicide bomber attack in the town of Wajihiya in the ethnically and religiously diverse province of Diyala, July 20, 2013. A suicide bomber blew himself up inside a Sunni mosque in central Iraq, killing at least 20 people in the middle of a sermon on Friday. REUTERS Mohammed Adnan (IRAQ - Tags: CIVIL UNREST POLITICS TPX IMAGES OF THE DAY)

© Reuters/STRINGER/IRAQ

Irak
07/21/2013

Bombenserie erschüttert Bagdad

Allein am Samstag explodierten ein Dutzend Bomben in der irakischen Hauptstadt. Bereits am Freitag ereignete sich ein verheerender Selbstmord-Anschlag.

Bei einer Welle von Anschlägen sind in der Provinz Bagdad nach amtlichen Angaben am Samstagabend mindestens 65 Menschen getötet und fast 200 verletzt worden. Allein in Bagdad explodierten ein Dutzend Bomben, in Madaen südlich der Hauptstadt ging ebenfalls ein Sprengsatz hoch, wie Polizei und Rettungskräfte mitteilten. Bombenanschläge gab es auch in der nördlichen Stadt Mosul.

Die Bomben wurden am Abend nach dem im Ramadan täglich gefeierten Fastenbrechen in den belebten Straßen der Hauptstadt gezündet. Zu den offenbar koordinierten Anschlägen bekannte sich zunächst niemand. Seit Anfang Juli starben nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP mehr als 520 Menschen bei Anschlägen im Irak.

Selbstmord-Attentäter in Moschee

Erst am Freitag sind bei einem Selbstmord-Anschlag in einer sunnitischen Moschee in der irakischen Kleinstadt Wajihiya (Provinz Diyala) mindestens 20 Menschen getötet worden. Nach Angaben der Polizei und von Rettungskräften sprengte sich ein Mann während des Freitagsgebets in der Abou-Bakar-Sadir-Moschee in die Luft. Es wurden aber weitere Todesopfer befürchtet. Über die Motive des Selbstmordattentäters war vorerst nichts bekannt.

Ursachen

Experten machen die Unzufriedenheit der sunnitischen Minderheit für den Anstieg der Gewaltakte in diesem Jahr verantwortlich. Die Spannungen zwischen Sunniten und Schiiten, welche die Regierung von Ministerpräsident Nuri al-Maliki dominieren, nehmen seit Beginn des Jahres zu. Es wächst daher die Sorge vor einer Rückkehr zu den Zuständen des Bürgerkriegs der Jahre 2006 und 2007, als sich radikale Angehörige der beiden Religionsgruppen ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung bekämpften.

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