Politik | Ausland
10.06.2017

Boko Haram schickt Kinder in den Selbstmord

Drei Mädchen zwischen 11 und 15 Jahre wurden. Zwei mussten als Selbstmordattentäterinnen sterben, ein drittes bei der versuchten Flucht.

Im Norden Kameruns sind nach Militärangaben drei Mädchen ums Leben gekommen, die für die islamistische Terrormiliz Boko Haram Selbstmordanschläge verüben sollten. Zwei von ihnen hätten ihre Sprengsätze gezündet, nachdem sie von Nigeria aus die Grenze überquert hatten und von der Polizei entdeckt worden waren, wie der Armeechef der Region Mayo-Sava, Babila Akawa, am Samstag mitteilte.

Ein drittes Mädchen sei in der grenznahen Stadt Mora getötet worden, als es zu fliehen versuchte. Das Alter der Mädchen wurde auf 11 bis 15 Jahre geschätzt. Zwei weitere Mädchen seien anscheinend entkommen.

Boko Haram terrorisiert seit 2009 den Nordosten Nigerias und Grenzregionen der Nachbarländer. Bei Anschlägen und Angriffen kamen nach UN-Angaben mindestens 20.000 Menschen ums Leben. Die Gewalt trieb rund 2,7 Millionen Menschen in die Flucht, mehr als 5 Millionen sind auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Experten warnen vor einer Hungersnot in dem Gebiet.