FILE- In this Monday, Dec. 7, 2015, file photo children displaced by Boko Haram during an attack on their villages receive lectures in a school in Maiduguri, Nigeria. About 50 young women remain missing Wednesday, Feb. 21, 2018, after Boko Haram extremists attacked a town in northern Nigeria that is home to a boarding school for girls, provoking fear that they may have met the same fate as those kidnapped from Chibok nearly four years ago. (AP Photo/Sunday Alamba, File)

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Boko-Haram-Angriff auf Schule: 111 Mädchen vermisst
02/21/2018

Boko-Haram-Angriff auf Schule: 111 Mädchen vermisst

Angriff auf Mädchenschule in Nigeria. Eltern befürchten Entführung ihrer Töchter durch Islamisten.

Nach einem Angriff der Islamistengruppe Boko Haram auf eine Mädchenschule in Nigeria werden mehr als hundert Mädchen vermisst. Es gebe keine Informationen über das Schicksal von 111 Schülerinnen, sagte der Polizeiminister des Bundesstaates Yobe am Mittwoch. 815 weitere Schülerinnen seien nach dem Überfall vom Montag in das Internat in Dapchi im Nordosten des Landes zurückgekehrt.

Anrainer hatten nach dem Angriff zunächst berichtet, dass alle Schülerinnen mit ihren Lehrern fliehen konnten. Angehörige von Schülerinnen berichteten dagegen, sie hätten keine Nachricht von ihren Töchtern und in umliegenden Dörfern vergeblich nach ihnen gesucht. Die Eltern fürchten, dass ihre Kinder von den Islamisten entführt wurden. Polizeiminister Sumonu hob aber hervor, dass bisher kein Entführungsfall bestätigt sei.

Boko Haram hatte im April 2014 aus einer Schule in Chibok 276 Mädchen entführt. Der Fall sorgte weltweit für Entsetzen und Empörung. Seitdem konnten 164 der Mädchen fliehen oder wurden freigelassen. 112 der Schülerinnen befinden sich bis heute in der Hand der Islamisten.

Extremisten wollen Gottesstaat errichten

Boko Haram kämpft seit dem Jahr 2009 gewaltsam für die Errichtung eines islamischen Gottesstaats im mehrheitlich muslimischen Nordosten Nigerias. In dem Konflikt wurden bisher mindestens 20.000 Menschen getötet und 2,6 Millionen in die Flucht getrieben. Immer wieder verüben die Extremisten Anschläge und Überfälle auf Dörfer, Kirchen, Schulen, Sicherheitskräfte, Politiker und Behördenvertreter. Seit 2009 entführten die Islamisten zudem tausende Menschen.

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