Silvio Berlusconi will wieder in den politischen Ring steigen

© APA/EPA/ETTORE FERRARI

Ex-Premier plant Comeback
10/24/2014

Berlusconi: "Kann Italien nicht alleine lassen"

Gehobenes Alter und Verurteilung können ihn nicht stoppen: Silvio Berlusconi will wieder kandidieren.

Trotz seines fortgeschrittenen Alters und seiner zahlreichen Konflikte mit der Justiz denkt Italiens Ex-Premier Silvio Berlusconi nicht an einen Rückzug aus der Politik. Sobald er seine Strafe wegen Steuerbetrugs abgebüßt habe, wolle er wieder als Kandidat bei den Parlamentswahlen antreten, sagte er in einem am Freitag vom TV-Sender Canale 5 gesendeten Interview.

„Wenn jemand wirklich denkt, dass ich die Politik verlasse, kennt er mich nicht."

„Wenn jemand wirklich denkt, dass ich die Politik verlasse, kennt er mich nicht. Ich habe mich Millionen Wählern verpflichtet, weiterzumachen. Ich werde nicht erlauben, dass Italien einen Kurs einschlägt, den meine Wähler nicht wollen. Ich werde kandidieren, sobald meine verheerende Verurteilung wegen Steuerbetrugs vom Gerichtshof für Menschenrechte aufgehoben wird“, sagte der 78-Jährige.

Der Ex-Premier versammelte diese Woche in Rom seine Senatoren und beriet mit ihnen über die künftige politische Strategie seiner Oppositionspartei im Parlament und im Hinblick auf die Regionalwahlen 2015. Dabei dementierte er Gerüchte, denen zufolge er seine geschwächte und von internen Feindseligkeiten gebeutelte Partei Forza Italia auflösen könnte. „Nach all dem, was ich in meinem Leben unternommen habe, kann ich nicht gerade jetzt die politische Arena verlassen“, sagte Berlusconi.

Verkürzter Sozialdienst?

Im August 2013 war Berlusconi wegen Steuerbetrugs letztinstanzlich zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Daraufhin war er im November 2013 aus dem Parlament ausgeschlossen worden. Wegen einer Amnestie wurde die Strafe auf ein Jahr reduziert. Als alternative Strafmaßnahme leistet Berlusconi seit Mai einmal wöchentlich Sozialdienst.

Dieser könnte, wie er selbst behauptet, wegen guter Führung früher enden. Berlsuconi: „Das Ende des Sozialdienstes sollte auf den 15. Februar vorgezogen werden, wegen der Art und Weise, wie ich ihn abgeleistet habe.“ Ursprünglich war eine Dauer von zehneinhalb Monaten vorgesehen.

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