Politik | Ausland
29.08.2016

Bombenexplosion vor Polizeigebäude in Brüssel

Ein Wagen hätte um 3 Uhr eine Absperrung durchbrochen. Gebäude stand leer, keine Verletzten.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters explodierte am Montagmorgen eine Bombe vor dem Kriminologie-Institut im Norden Brüssels. Das Gebäude soll leer gestanden haben, niemand wurde verletzt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt bereits.


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Die Angreifer hätten um 3 Uhr morgens mit einem Auto drei Absperrungen durchbrochen und einen Sprengsatz in der Nähe der Laboratorien gezündet, die daraufhin in Brand geraten seien, berichtet Reuters unter Berufung des belgischen Fernsehsenders RTL. Das Institut, dass forensische Analysen zu Kriminalfälle durchführt, befindet sich in Neder-Over-Heembeek, ein Brüsseler Vorort im Nordwesten.

Unklar ist, was mit den Angreifern - laut belgischen Medien dürfte es einer oder zwei gewesen sein - hinter dieser Attacke passiert ist. Die Explosion soll einen "signifikanten" Schaden verursacht haben. Auf den Fotos, die RTL vorliegen, sind meterhohe Flammen zu sehen.

Alarmstufe nach Anschläge

Nach den Anschlägen in einem Flughafen und einer U-Bahnstation im März, bei denen 35 Menschen ums Leben gekommen sind, galt die höchste Terrorwarnstufe (4) im ganzen Land. Kurze Zeit später wurde diese auf die zweithöchste Stufe (3) herabgesetzt. Das bedeutet, die Terrorgefahr wird nicht mehr als "ernst und unmittelbar" sondern als "wahrscheinlich" eingestuft.

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" bekannte sich zu den Anschlägen - wie auch zu jenen in Paris im vergangenen November. Bei einer Serie von Bombenanschlägen und Schießereien wurde 130 Menschen getötet. Bilal Hadfi, jener Angreifer, der sich vor dem Stade de France in die Luft gesprengt hatte, wohnte in Neder-Over-Heembeek.

Bei einem Terror-Anschlag in der Ferienmetropole Nizza kamen im Juli 86 unschuldige Menschen ums Leben.